Deutscher Kompositions-Förderpreis

Bisher gibt es wenige Förderprojekte, die DokumentarfilmemacherInnen und KomponistInnen bei der gemeinsamen Entwicklung einer Filmmusik finanziell unterstützen.

Um diese künstlerische Zusammenarbeit zu stärken und zeitgenössische Kompositionen zu fördern, vergibt das DOK.forum im Rahmen des Marktplatzes einen mit 2.500 Euro dotierten Förderpreis für Dokumentarfilm und Komposition.

Die Fördermittel werden an eine/n KomponistIn aus dem deutschsprachigen Raum (D / A / I / CH / LU) vergeben, die/der die Filmmusik für einen in Entstehung befindlichen narrativen künstlerischen Dokumentarfilm entwickelt. Ziel ist es, die Ausgestaltung der Komposition und die Einspielung der Musik für dieses Projekt zu fördern.

Bewerben kann sich jeweils ein Team aus KomponistIn und FilmemacherIn. Die Bewerbung läuft über die Einreichung DOK.forum Marktplatz. Einreichfrist ist der 1. Februar 2018.

Die Vorauswahl findet in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Komponistenverband über den DOK.forum Marktplatz statt. Die Vorauswahljury besteht aus einem fünfköpfigen interdisziplinären Gremium, besetzt mit Komponisten, Produzenten, Redakteuren und weiteren Kulturschaffenden.

Im Rahmen einer geschlossenen Veranstaltung werden beim Festival im Mai bis zu fünf Projekte vorgestellt. Die eingeladenen Teams haben die Möglichkeit, ihre Projekte einer Expertenrunde aus Komponisten, Produzenten, Redakteuren und weiteren Kulturschaffenden zu präsentieren. Im Anschluss entscheidet die ExpertInnenrunde in einer geschlossenen Sitzung darüber, wer die Förderung erhält. Gekürt wird der Preisträger im Rahmen der Verleihung des Deutschen Dokumentarfilm-Musikpreises am Samstag, 05. Mai 2018.

Rückblick: Deutscher Kompositions-Förderpreis 2017

Daniel Sponsel (Festivalleiter), Benedikt Schwarzer (Regisseur), Alex Maschke (Komponist)

Der Deutsche Kompositions-Förderpreis 2017 ging an den Komponisten Alex Maschke für die Entwicklung und Arbeit an der Komposition für den Film DIE GEHEIMNISSE DES SCHÖNEN LEO von Benedikt Schwarzer.

Die Jurybegründung: Aus der engen Zusammenarbeit des Komponisten und des Filmemachers ist ein persönliches und politisch relevantes Werk zu erwarten, das eine eingeständige musikalische Sprache benötigt.

 

Nominierte Projekte 2017

DIE GEHEIMNISSE DES SCHÖNEN LEO, Benedikt Schwarzer (Regie) und Alex Maschke (Komposition)
FONDATA SUL LAVORO, Agnese Cornelio (Regie) und Simonluca Laitempergher (Komposition)
BATTLE – WOFÜR KÄMPFST DU?, Maike Conway (Regie), Johanna Teichmann (Produktion) und Sebastian Fillenberg (Komposition)
LEHRLING DER ZEIT, Simon Tasek (Regie, Produktion) und Dominik Wallner (Komposition)
MAMA FLORA, Matthias Koßmehl (Regie, Produktion) und André Feldberg (Komposition)

 

Jury 2017

Dr. Paul Hertel (Vorstand AKM)
Martina Eisenreich (DEFKOM)
Dr. Kaspar Kasics (Filmemacher, Verband Filmregie und Drehbuch Schweiz)
Siegfried Friedrich (Komponist und Musiker)
Maria Knilli (Regisseurin)

 

Deutscher Kompositions-Förderpreis 2016

Nominierte Projekte 2016

BAUHAUS SPIRIT, Produzent: Filmtank 
LE CIEL, LA TERRE ET L'HOMME, Produzent: Filmakademie Ludwigsburg 
ROSINANTES SCHWESTERN, Produzent: Evolution Film
STRAY DOGS, Produzent: Raumzeitfilm
TAUSEND UND EIN BRUDER, Produzent: Dokomotive Filmproduktion

Jury 2016

Rita Argauer, Musikerin, Autorin Süddeutsche Zeitung
Prof. Gerd Baumann, Hochschule für Musik und Theater München
Ingo Fliess, Geschäftsführer if...productions, München
Florian Ganslmeier, Geschäftsführer Münchener Kammerorchester
Heike Lies, Kulturreferat München


Gewinner 2016

STRAY DOGS, John Gürtler (Komposition), Elsa Kremser, Levin Peter (Regie)

Die Jurybegründung: Die Regisseure Elsa Kremser und Levin Peter und der Komponist John Gürtler vom Komponistenkollektiv Paradox Paradise haben das Konzept ihrer Zusammenarbeit für den Film STRAY DOGS überzeugend dargestellt. In dem Konzept des Films nimmt die musikalische Ebene eine hervorgehobene Rolle ein, da Sprache in der dialogfreien Erzählung fehlt. In dem Film nimmt die Musik eine handlungstreibende Rolle ein. Die enge Verbindung zwischen komponierter Musik und O-Ton, sowie die Erzählperspektive aus Sicht der Hunde versprechen, eine ungewohnte Klangsprache zu entwickeln.