VFF Dokumentarfilm-Produktionspreis

Gestiftet von der VFF Verwertungsgesellschaft der Film und Fernsehproduzenten mbH

Einmalig in Deutschland rückt der VFF Dokumentarfilm-Produktionspreis die Arbeit der Pro­du­zent.innen für Doku­mentarfilme in den Fokus der Aufmerksamkeit – eine Chance für die nationale Branche.

Der erste VFF Dokumentarfilm-Produktionspreis geht 2018 an GRENZENLOS – GESCHICHTEN VON FREIHEIT & FREUNDSCHAFT

Erste Preisträgerin ist die Filmproduzentin Birgit Schulz (Bildersturm Filmproduktion) mit dem Episodenfilm GRENZENLOS – GESCHICHTEN VON FREIHEIT & FREUNDSCHAFT. Entstanden ist er nach einem Aufruf des Goethe-Instituts, Kurzfilme ohne Sprache zu drehen, die in Flüchtlingslagern gezeigt werden können. Junge Filmemacher.innen aus Syrien, Deutschland, Kolumbien und dem Iran drehten sieben Kurzfilme. Jeder davon greift eine andere Facette des Daseins ohne Heimat, Familie oder Freunde auf.

"GRENZENLOS überschreitet auch formale Grenzen", schrieb die Jury in ihrer Begründung. "Dokumentarische Teile und animierte Episoden wechseln einander ab, und es ist nicht zuletzt der ordnenden Hand der Produzentin zu verdanken, dass sich so unterschiedliche Stilelemente am Ende zu einer Arbeit aus einem Guss verbinden." 

Zur Jury gehörten Dagmar Biller (Produzentin, Geschäftsführerin TANGRAM International GmbH), Prof. Karin Jurschick (Regisseurin, Professorin für Dokumentarfilm an der HFF München) und Thomas Frickel (Regisseur und Produzent, Vorsitzender der AG DOK).

Preisverleihung mit Screening
Donnerstag, 03. Mai 2018, 20.00 Uhr, HFF Audimax

zur Veranstaltung und zum Ticketkauf

Im Rahmen der Preisverleihung wird auch der Fair Film Award Non Fiction in Kooperation mit Crew United an eine Produktionsfirma mit besonders fairen Arbeitsbedingungen vergeben.

 

Ein Preis für die Deutsche Dokumentarfilmbranche

Die Bedeutung der Produzent.innen für Dokumentarfilme kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Weit mehr als beim Spielfilm ist die Produk­tion eines Doku­mentarfilms von Unwägbarkeiten begleitet, weil sich die Hand­lung aus den Ereignissen um die Protago­nist.innen oft erst im Laufe des Prozesses ergibt. Die Drehar­bei­ten können nur bedingt auf feste Tage fixiert werden, die Drehorte sind meist wech­selnd – je nach Geschichte und Aufenthaltsort der Protago­nistInnen. Das führt dazu, dass die Menge des gedrehten Materials umfangreich und die Mon­tage des Films in der Regel zeit­auf­wändig ist. Jeder Doku­mentarfilm verlangt dem Re­gie­team und der Produk­tion eine offene Heran­gehens­weise ab – immer in Verbindung mit nicht präzise kalku­lier­baren Kosten bei oft knappen Gesamtbudgets. ProduzentIn im Dokumen­tarfilm­be­reich zu sein be­deu­tet vor allem eines: Mut zu haben. Der VFF Dokumentarfilm-Produktionspreis soll die Rolle der Produzent.innen bei der Entstehung aktueller Dokumentarfilmprojekte würdigen.

 

Stiftung und Ausstattung des Preises

Die Auszeichnung wird von der VFF Verwertungsgesellschaft der Film und Fernsehproduzenten mbH gestiftet und ist mit einem Preisgeld von 7.500 Euro dotiert. Die Vergabe findet im Rahmen der großen Preisverleihung des DOK.fest München in der Hochschule für Fernsehen und Film statt.

 

Teilnahmebedingungen

Zugelassen für die Vorauswahl für den VFF Dokumentarfilm-Produktionspreis sind Filme, die folgende Kriterien erfüllen:

  • Kinofilmproduktion mit einer Mindestlänge von 72 Minuten
  • mind. 51% deutsche Produktionsbeteiligung
  • Veröffentlichung 2017 oder 2018
  • Öffentliche Festival- oder Kinovorführung oder Premiere beim DOK.fest 2018
  • Hochschulfilme (auch Abschlussfilme) sind nicht zugelassen

Die Auswahl für den VFF Dokumentarfilm-Produktionspreis findet nach folgenden Kriterien statt:

  • Engagement bei der Auswahl eines herausfordernden Sujets
  • Engagement bei der Zusammenstellung der Finanzierung
  • Kreativität / Innovation bei der Zusammenstellung der Finanzierung
  • Kreative / innovative Auswertung des Films
  • Kreativer Input der Produktion

 

 

Die VFF Verwertungsgesellschaft der Film- und Fernsehproduzenten mbH ist die Verwertungsgesellschaft der deutschen Auftragsproduzenten, öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, von privaten Sendeunternehmen und einigen regionalen Fernsehveranstaltern. Gesellschafter sind die Allianz Deutscher Produzenten, der Bundesverband Deutscher Fernsehproduzenten, der Südwestrundfunk und das Zweite Deutsche Fernsehen.