ELEPHANT'S DREAM

Belgien 2014 – Regie: Kristof Bilsen – Originalfassung: lingala, französisch – Untertitel: englisch

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Draußen toben die Globalisierung und der chaotische Verkehr, chinesische Investoren kämpfen um Anteile. In den staatlichen Institutionen Kinshasas hält das Leben die Luft an. Eine Postbeamtin blickt melancholisch durch ihre Glasscheibe, den Kopf auf die Hände gestützt. Der Schienenwärter sitzt seine Zeit ab, Züge fahren kaum vorbei. Die Feuerwehr hat zwar zu tun – ausrichten kann sie gleichwohl kaum etwas, so schlecht ist sie ausgestattet. Bilsen komponiert – und inszeniert – atemberaubend schöne, gelegentlich surreal anmutende Bilder, dennoch ist ELEPHANT’S DREAM nicht ästhetisch überfrachtet. Das liegt auch an den lakonischen, inneren Monologen, den Reflexionen über Gehälter (ausstehend), die Regierung (ebenfalls ausstehend), dem leisen Humor, der mitschwingt. Bilsen erkundet einen Kongo jenseits humanitärer Katastrophen: Nach dem Luftanhalten kommt das Atemschöpfen. Julia Teichmann


KRISTOF BILSEN. Im Jahr 2002 schloss Kristof Bilsen sein Filmstudium in Brüssel mit einem Bachelor ab und arbeitete anschließend als Kameramann und Cutter, außerdem als Regisseur zeitgenössischer Theater- und Tanzstücke. Seinen Master in Dokumentarfilmregie machte er an der renommierten National Film and Television School (Großbritannien). Seine Filme wurden mehrfach ausgezeichnet. ELEPHANT’S DREAM ist sein Langfilmdebüt.

Autor: Kristof Bilsen. Kamera: Kristof Bilsen. Ton: Yves De Mey. Schnitt: Eduardo Serrano. Musik: Jon Wygens. Produktion: Associate Directors & Man's Films. Produzent: Bram Crols, Mark Daems. Länge: 74 min. Vertrieb: CAT&Docs

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