all inclusive Dokumentarfilmpreis 2026

Die Nominierungen für den all inclusive Dokumentarfilmpreis 2026 stehen fest.

Zur Ausschreibung in einfacher Sprache

HELLO NEW BODY, HOW ARE YOU TODAY? gewinnt den all inclusive Dokumentarfilmpreis 2026

 

Der zweite all inclusive Award geht an HELLO NEW BODY, HOW ARE YOU TODAY? von der deutschen Regisseurin Laura Kansy und dem Produzenten Daniel Morais dos Santos Bruss. Herzlichen Glückwunsch!

In der Begründung der Jury heißt es: „Dieser Film ist ein Dokument des Unmöglichen. Mit seltenem Mut und einem grandiosen Fingerspitzengefühl schafft HELLO NEW BODY, HOW ARE YOU TODAY? das darzustellen, was nicht darstellbar sein will: Die Innenwelt und die unsichtbare chronische Erkrankung ME/CFS. Dabei übersetzt das Werk die Wahrnehmung konsequent in eine eigenständige filmische Form und bedient sich klug neben dem Bild, vor allem einem sanften und tiefgehenden Sounddesign: Für die Jurysichtung war zwar noch keine Audiodeskription verfügbar. Aber trotzdem zog der Film die blinde Jurorin von der ersten Sekunde an in ihren Bann. Das gelang zum einen durch die ruhige und schön anzuhörende Stimme der Protagonistin sowie das großartige Sounddesign, das die verschiedenen Orte erlebbar und die Innenwelten so spürbar machte. Man konnte mit der Regisseurin und gleichzeitigen Protagonistin die Schmerzen und jede Besserung und Verschlimmerung der Krankheit durchleben.

Die Dramaturgie zeigt einfühlsam, dass wir wenig darüber wissen, wie es ist, mit dieser Krankheit zu leben. Es ist uns ein persönliches Anliegen zu betonen, dass dieser Film in einer Situation entstanden sein muss, in der nichts unmöglicher und ferner erscheint, als einen Film zu produzieren. Der Regisseurin Laura Kansy ist dies mehr als gelungen. Der Film ist auch das Ergebnis eines Produktionsprozesses, der sich den Bedingungen der Behinderung jenseits fester Zeitlogiken angepasst hat. Der Film beweist damit eindrucksvoll, dass faire, nachhaltige und an den Bedarfen der Beteiligten orientierte Filmproduktionen nicht nur notwendig sind, sondern auch neue künstlerische Räume eröffnen.  

HELLO NEW BODY, HOW ARE YOU TODAY? setzt damit einen wichtigen Impuls für inklusive Produktionsweisen im Dokumentarfilm und leistet einen außergewöhnlichen Beitrag zur Sichtbarkeit unsichtbarer Behinderungen."

Der Preis für inklusive Dokumentarfilmproduktionen

Der Preis würdigt Dokumentarfilmproduktionen, bei denen Filmschaffende mit Behinderungen federführend beteiligt sind. Die Auszeichnung wird von der Werksviertel-Mitte Stiftung gestiftet und ist mit einem Preisgeld von 5.000 Euro dotiert.

Um die Teilnahmeberechtigung einzuschätzen, orientieren wir uns an der Definiton der UN-Behindertenrechtskonvention: „Zu den Menschen mit Behinderungen zählen Menschen, die langfristige körperliche, seelische, geistige oder Sinnesbeeinträchtigungen haben, welche sie in Wechselwirkung mit verschiedenen Barrieren an der vollen, wirksamen und gleichberechtigten Teilhabe an der Gesellschaft hindern können.“

Ausgezeichnet wird die inklusive Teamleistung bei der Realisation des Films. Die Vergabe findet im Rahmen des DOK.fest München statt.

Shortlist 2026

HELLO NEW BODY, HOW ARE YOU TODAY?
DE, 2025, Laura Kansy, 30 Min.

MOVEMENT UNBOUND
DE, 2026, Miriam Jakobs und Gerhard Schick, 120 Min.

OBJEKT
DE, CL, 2026, Loreto Plubins, 87 Min.

OUT OF FRAME
FR, 2025, Bahman Yazdan Panah, 77 Min.

A QUIET LOVE
IE, 2025, Garry Keane, 96 Min.

ROTACISMO
EC, 2025, Ricardo Ruales Eguiguren, 85 Min.

THE LAST GIRL
IR, 2025, Daryoush Gharibzadeh, 52 Min.

THE TALLEST DWARF
USA, 2025, Julie Forrest Wyman, 92 Min.

Preisstifter

Rückblick Preisträgerfilme

2025

PATRICE: THE MOVIE

Regie: Ted Passon