Dokumentarfilmwettbewerb für junge Menschen

Herzlichen Glückwunsch an alle Preisträger*innen 2026!

DOK.education, das Bildungsprogramm des Internationalen Dokumentarfilmfestivals München, feiert die 12. Edition des Dokumentarfilmwettbewerbs für junge Menschen mit dem Thema LEBEN! Dank des Hauptpreisstifters BLLV e.V., dem Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverband, sowie dank des MLLV e.V. , der Münchner Lehrer und Lehrerinnen Verband wurden insgesamt vier Preise im Gesamtwert von 1.100 Euro verliehen. Wir gratulieren allen Preisträger*innen! Hier finden Sie die preisgekrönten Filme und die Jurybegründungen.


Die Bildergalerie der Preisverleihung auf dem DOK.fest München 2026 wird in den nächsten Tagen freigeschaltet.

Mehr Informationen zur Preisverleihung 2026
Hier geht es zur Auschreibung für den Dokumentarfilmwettbewerb für junge Menschen 2026

 

1. Preis für 6- bis 11-Jährige, dotiert mit 200 Euro

ÜBERLEBT – EINE WELT OHNE WLAN
Moviebande aus Nördlingen  

Jurybegründung: "Euer Film hat uns begeistert, weil er zeigt, wie spannend es wird, wenn verschiedene Generationen miteinander ins Gespräch kommen. In eurem Film stehen sich Kinder und Erwachsene gegenüber, mit unterschiedlichen Blickwinkeln, Erfahrungen und Fragen. Genau dadurch entsteht eine Geschichte, die unterhaltsam ist und gleichzeitig zum Nachdenken anregt: Wie wollen wir leben? Wie gehen wir mit unserer Umwelt um? Und was können wir voneinander lernen? Besonders gefallen hat der Jury auch euer Umgang mit KI. Über Künstliche Intelligenz kann man viel schimpfen, man kann sie unheimlich finden oder einfach ablehnen. Ihr zeigt aber etwas anderes: Wenn man KI kreativ, bewusst und sinnvoll einsetzt, kann sie ein Werkzeug sein, mit dem neue Ideen entstehen. Genau so wünschen wir uns Medienumgang: neugierig, kritisch, humorvoll und mit Fantasie! Aber damit nicht genug: Euer Film ist sorgfältig gestaltet, abwechslungsreich erzählt und mit vielen Schauplätzen sehr aufwändig umgesetzt. In jeder Szene spürt man: Diese Geschichte kommt aus eurer Lebenswelt und trägt eure ganz eigene Handschrift."

 

1. Preis der Hauptkategorie, dotiert mit 400 Euro

VERSTRICKTE WURZELN
von Dilara Bozdag, Anita-Augspurg-Berufsoberschule

Jurybegründung: "Der Film verfolgt ein durchaus einfach gehaltenes Drehrezept – und es ist wahrhaft ein Rezept, was wir hier mitverfolgen können: Wir kaufen mit dem Protagonisten ein, kochen lange mit ihm in der Küche und dürfen am Ende sogar mit am Tisch sitzen. Genau diese Einfachheit schafft viel Tiefe, denn die Geschichte, die die Filmemacherin uns erzählt, berührt. Wir tauchen ein in das Leben eines unglücklichen Sohnes, der unter der Fremdbestimmung des strengen Vaters leidet und lange brauchte, um sich aus den familiären Zwängen zu lösen. Gegen den familiären Widerstand geht er seinen eigenen Weg und findet spätes Glück. Besonders schön sind die ruhigen, beobachtenden Szenen der Zubereitung, die sich mit der Erzählung des Protagonisten im gesetzten Interview verstricken. Wir spüren die Anwesenheit der Filmemacherin, und doch lässt sie dem Protagonisten – ihrem eigenen Vater – den Raum zum Erzählen, zum Lachen und zum Weinen. Die Filmemacherin scheint ihren Vater als Vorbild zu sehen und von ihm gelernt zu haben, ihren eigenen Weg zu gehen. Denn VERSTRICKTE WURZELN handelt auch von einer jungen Frau, die ihre Familiengeschichte verstehen möchte, um frei zu sein."

 

2. Preis der Hauptkategorie, dotiert mit 300 Euro

DAS UNSICHTBARE BAND
von Oscar Liang, Lise-Meitner Gymnasium, Unterhaching

Jurybegründung: "Begeistert hat uns die spielerische Kreativität, mit der der 14-jährige Filmemacher sein Porträt über seine Chorleiterin und ihr Leben mit der Musik umgesetzt hat. Dynamisch wechselt der kurze Film zwischen drei verschiedenen Ebenen: dem Interview der Protagonistin, einer Chorprobe, bei der die Kamera auf die Kinderchorleiterin beim Klavierspielen fokussiert ist und der Chor aus dem Off zu hören ist, und Aufnahmen des Filmemachers bei sich zu Hause. „Musik verbindet die ganze Welt", findet die Chorleiterin. Genau dieses ‚unsichtbare Band‘ wird formal zur Grundlage des Films: Durch den Schnitt werden eine Gleichzeitigkeit der Gesangsstunde im Gärtnerplatztheater in München und den Übungen zu Hause erzeugt, die zwei unterschiedliche Zeit- und Raumebenen auf witzige Weise miteinander verbinden. Sympathisch ist außerdem das reflexive Moment am Ende: Die kurze Schlussszene rundet den gerade gesehenen Film mit den selbstbestärkenden Worten ab: „Okay … Ja, das schaff’ ich!“."

 

3. Preis der Hauptkategorie, dotiert mit 200 Euro

FINDING FLOW IN THE FIGHT
von Lorenz Nägele, ehem. FOSBOS Augsburg

Jurybegründung: "Dieser Film bewegt und nicht nur sondern zieht uns regelrecht hinein – in einen inneren wie äußeren Kampf, der uns allen auf seine Weise vertraut ist. Es ist weit mehr als ein Film über Sport oder Wettbewerb. Es ist eine intensive, sehr persönliche Auseinandersetzung mit einem Zustand, den viele suchen – dem Flow. Und zugleich mit dem, was ihm scheinbar entgegensteht: Zweifel, Druck, Erschöpfung, Widerstand. Mit beeindruckender Klarheit gelingt es dem Filmemacher, diesen Gegensatz aufzulösen. Der Kampf wird hier nicht als Hindernis dargestellt, sondern als Voraussetzung – als etwas, das uns formt und antreibt. Der Film überzeugt durch eine starke Bildsprache, die Nähe schafft, ohne aufdringlich zu sein. Die Kamera bleibt dran, beobachtet, lässt Raum – und genau darin entsteht eine bemerkenswerte Authentizität. Auch der Schnitt trägt dazu bei: Rhythmus und Dynamik spiegeln das Thema des Films auf eindrucksvolle Weise wider. FINDING FLOW IN THE FIGHT von Lorenz Nägele zeigt uns, dass Wachstum nicht im Vermeiden von Konflikten liegt, sondern im Durchleben. Dass Flow nicht einfach passiert, sondern erkämpft wird – im besten Sinne."

 

Lobende Erwähnung der Jury

TAUBE WIESN: AUF DER SUCHE NACH DER DEAF COMMUNITY
von Benjamin Pflugfelder und Mika Schorer, Samuel-Heinicke-Realschule München

Jurybegründung: "Wusstet ihr, dass mitten in München einmal im Jahr ein großes Treffen der internationalen Gehörlosen-Community stattfindet – und das ausgerechnet auf der Wiesn? Mit ihrem Film nehmen uns Benjamin Pflugfelder und Mika Schorer als young reporter mit auf ihre Suche nach der internationalen Deaf Community auf dem Oktoberfest. Inmitten ausgelassener Wiesn-Stimmung begegnen sie gehörlosen Menschen aus allen Ländern und zeigen, wie Gemeinschaft durch Gebärdensprache, Begegnung und gemeinsame Erlebnisse entsteht. Besonders berührend ist, was der Film beim Zuschauen auslöst: Er macht neugierig, öffnet den Blick und lässt uns spüren, wie wichtig Orte sind, an denen man sich verstanden und zuhause fühlt. Mit Gebärdensprache und einfühlsamer Off-Stimme baut der Film TAUBE WIESN: AUF DER SUCHE NACH DER DEAF COMMUNITY ganz selbstverständlich eine Brücke zwischen gehörlosen und hörenden Menschen."

 

Die Jury 2026

 

Annika Preil, Schauspielerin und Moderatorin bei “Anna und die wilden Tiere”
Felix Völkel, AG Kurzfilm e.V.
Meike Fuchs, Mittelschullehrerin / MLLV e.V.
Bahar Bektas, Filmemacherin und Sozialpädagogin
Emmelie Furthmüller, Drehbuchautorin und Juniorfestivalleitung Flimmern&Rauschen

Alle Informationen zur Jury 2026

Die Preisträger*innen der vergangenen Jahre

In den letzten Jahren haben viele tolle Dokumentarfilme von jungen Menschen gewonnen. Hier finden Sie die Filme und die Preisträger*innen der vergangenen Editionen.

        

Herzlichen Dank an unsere Preisstifter

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