Kinderkino: Dokumentarfilmschule für die ganze Familie

Popcorn schmeckt immer lecker. Dass Kino jedoch weit mehr ist, können Kinder und Jugendliche mit ihren Eltern bei der Dokumentarfilmschule erleben. Auf der großen Leinwand sehen sie einen spannenden kurzen Dokumentarfilm, um anschließend über das behandelte Thema und seine filmische Umsetzung zu sprechen. Begleitet von Medienpädagog.innen vermittelt ein Nachmittag in der Dokumentarfilmschule nicht nur Kindern die verschiedenen Ebenen von Wahrheit und Wirklichkeit in einer dokumentarischen Erzählung, sondern lässt auch Eltern neue Perspektiven auf das Medium Film gewinnen.

In Kooperation mit der Münchner Stadtbibliothek und dem Kinderkino München e.V. öffnen wir die Workshops zu den Filmen 2BRÜDER und PHIL UND DAS TRAURIGSEIN aus unserem Medienkompetenz-Programm für Schulklassen auch für Familien. Außerdem im Kinderkino zu sehen ist der Film WARUM ICH HIER BIN.

Veranstaltungsort: Carl-Amery-Saal (ehemals VSB) im Gasteig, Rosenheimer Straße 5, München
Eintritt: 4,00 €
Tickets gibt es hier.

Kontakt: Maya Reichert, Leiterin DOK.education
reichert@dokfest-muenchen.de
Mobil: 0177/6292629

 

Freitag, 10. Mai 2019, 15.00 bis 16.30 Uhr

 

WARUM ICH HIER BIN

Deutschland 2018, Mieko Azuma, Susanne Mi-Son Quester, 65 Min., deutsch eingesprochen
empfohlen für 6–12-Jährige

Leila musste Bosnien verlassen, der heute berühmte Fussballer Cacau kam aus Brasilien, Frau Schiller ist aus Ostpreußen geflohen, Lena kam nach der Katastrophe um Fukushima aus Japan und der heutige Münchner Ahmad kommt aus Syrien. Fünf Menschen erzählen uns, warum sie als Kinder ihre Heimat verlassen mussten und wie es für sie war, ganz neu in Deutschland anzufangen. Altersgerecht auf Augenhöhe und mit wunderschönen Animationen führt der Dokumentarfilm durch Gemeinsamkeiten und Unterschiede des Neuankommens in Deutschland.

Co-Regie: Mieko Azuma. Autor: Mieko Azuma, Susanne Mi-Son Quester. Kamera: Mieko Azuma. Ton: Susanne Mi-Son Quester. Schnitt: Melanie Jilg. Musik: Flurin Mück (Percussion), Cornelia Böhm (Sound Design). Produktion: Latteyer Film. Produzent: Wolfgang Latteyer.

Tickets gibt es hier.

 

Freitag, 17. Mai 2019, 15.00 bis 16.30 Uhr

 

2 BRÜDER

Niederlande 2010, Hilt Lochten, 15 Min., deutsch eingesprochen
empfohlen für 6–12-Jährige

Wir sind besondere Brüder, sagt der 11-jährige Rino, der ein fantastischer Schwimmer ist. Sein 9-jähriger Bruder Nik ist sein größter Fan. Nik kann jedoch nicht oft dabei sein: Er leidet an einer neuromuskulären Erkrankung und sitzt im Rollstuhl. Trotz dieses Hindernisses finden die beiden immer wieder Möglichkeiten, miteinander Spaß zu haben – beim Spielen, mit dem Fussball, beim Angeln oder beim „Schnelldrehen“. Das „Schnelldrehen“ ist etwas, das nur Rollstuhlfahrer können, sagt Rino – und natürlich nimmt Nik ihn auch mal mit auf den Rollstuhl. Die herzerfrischende Geschichte der zwei eng verbundenen Brüder zeigt, wie selbstverständlich Inklusion gelebt werden kann.

Die niederländische Filmemacherin Hilt Lochten, die für diesen Film schon ettliche Preise erhielt, hat zugesagt, die Filmscreenings zu begleiten. Neben umfangreichem schulischem Begleitmaterial bieten wir in diesem Jahr eine ganztägige Lehrer.innen-Fortbildung in Kooperation mit dem pädagogischen Institut an, in der das Thema Filmemachen und Filmanalyse mit Grundschüler.innen auf Basis des Filmes 2BRÜDER vertiefend angegangen wird.

Regie: Hilt Lochten, Produktion: Jan-Willem Bult, KRO, Kamera: Ton Peters, Schnitt: Zeger van der Donck, Ton: Patrick Giets, Musik: Ward Henselmans, Sender: KRO/RKK

 

UND

 

 

PHIL UND DAS TRAURIGSEIN

Marco Giacopuzzi, Deutschland 2017, 25 Min.
empfohlen für die 6 bis 14-Jährige

Wo liegt die Grenze zwischen traurig und sehr traurig, wird der 11-jährige Phil von seinem besten Freund gefragt. Und Phil kann darauf wunderbar reflektierte und klare Antworten geben – denn er weiß, wovon er spricht. Dank einer Therapie hat er seinen Weg raus aus dem Traurigsein gefunden. Er lässt uns teilhaben an seiner Geschichte, seinen Gedanken zum Leben und auch am Notfallplan, falls die große Traurigkeit mal wiederkommen sollte. Dem Dokumentarfilm gelingt es, das wichtige Thema Depression mit Leichtigkeit und Tiefe anzupacken – Phil berührt uns und gibt zugleich Kraft und Mut, das Leben anzugehen.

Buch: Marco Giacopuzzi, Redaktion: KIKA – Schau in meine Welt / Tanja Nadig, Kamera: Kai Wiehagen, Schnitt: Ioannis Mantatzis, Ton: Christian Bohrmann

 

Tickets gibt es hier.

 


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