Kinderkino: Dokumentarfilmschule für die ganze Familie

Popcorn schmeckt immer lecker. Dass Kino jedoch weit mehr ist, können Kinder und Jugendliche mit ihren Eltern bei der Dokumentarfilmschule erleben. Auf der großen Leinwand sehen sie einen spannenden kurzen Dokumentarfilm, um anschließend über das behandelte Thema und seine filmische Umsetzung zu sprechen. Begleitet von Medienpädagog.innen vermittelt ein Nachmittag in der Dokumentarfilmschule nicht nur Kindern die verschiedenen Ebenen von Wahrheit und Wirklichkeit in einer dokumentarischen Erzählung, sondern lässt auch Eltern neue Perspektiven auf das Medium Film gewinnen.

In Kooperation mit der Münchner Stadtbibliothek und dem Kinderkino München e.V. öffnen wir die Workshops zu den Filmen HELLO SALAAM und AHMADS HAARE aus unserem Medienkompetenz-Programm für Schulklassen auch für Familien.

Veranstaltungsort: Carl-Amery-Saal (ehemals VSB) im Gasteig, Rosenheimer Straße 5, München
Eintritt: 3,50€

Kontakt: Maya Reichert, Leiterin DOK.education
reichert@dokfest-muenchen.de
Mobil: 0177/6292629

 

Freitag, 04. Mai 2018, 15.00 Uhr

AHMADS HAARE

Niederlande 2016, Susan Koenen, 23 Min., deutsch eingesprochen
empfohlen für 7- bis 14-Jährige

Ahmad ist mit seinen Eltern und jüngeren Geschwistern aus Syrien geflüchtet und gerade erst in den Niederlanden angekommen. Sein sehnlichster Wunsch ist es, hier endlich Freunde und ein neues Zuhause zu finden. Um sich für seine herzliche Aufnahme zu bedanken und etwas zurückzugeben, hat der 12-Jährige eine Mission, bei der seine ganze Geduld gefragt ist: Er will seine Haare lang wachsen lassen, um sie für kranke Kinder zu spenden.

Im Rahmen des 90-minütigen Workshops lernt das junge Publikum die künstlerischen Stilmittel der verwendeten Filmsprache zu benennen und zu verstehen.

 

Freitag, 11. Mai 2018, 15.00 Uhr

HELLO SALAAM

Kim Brand, Niederlande 2017, 15 Min., deutsch eingesprochen
empfohlen für 8- bis 14-Jährige

So viele angespülte Rettungsjacken und Boote haben die Freunde Sil und Merlin aus Holland noch nie gesehen. Während der Schulferien sind die beiden 11-Jährigen zu Besuch in einem Flüchtlingscamp auf der griechischen Insel Lesbos, wo sich ihre Mütter als ehrenamtliche Helferinnen engagieren. Schon bei der ersten Begegnung an der Essensausgabe stoßen die Jungen auf erste Verständigungshürden. Doch mit improvisiertem Englisch und dem Übersetzungsprogramm auf dem Smartphone gelingt es den beiden, die Sprachbarrieren zu überwinden und erste Kontakte zu knüpfen. Dabei wird ihnen nach und nach bewusst, was es bedeutet, aus dem eigenen Land fliehen und Freunde und Angehörige zurücklassen zu müssen.

Im Rahmen des 90-minütigen Workshops lernt das junge Publikum die künstlerischen Stilmittel der verwendeten Filmsprache zu benennen und zu verstehen. Die Regisseurin Kim Brand wird anwesend sein und für Fragen zur Verfügung stehen.