Das 41. DOK.fest München feierte Eröffnung vor rund 1.500 Gästen
Gestern feierte das 41. DOK.fest München eine glanzvolle Eröffnung vor rund 1.500 Gästen im vollbesetzten Deutschen Theater. Die Zuschauer*innen sahen die Weltpremiere von INGEBORG BACHMANN – JEMAND, DER EINMAL ICH WAR in Anwesenheit der Regisseurin Regina Schilling, der Produzenten Thomas Kufus und Johannes Rosenberger und des Filmteams. Der hybride Film INGEBORG BACHMANN – JEMAND, DER EINMAL ICH WAR verbindet dokumentarische Elemente und Spielszenen: Die vielfach preisgekrönte Schauspielerin Sandra Hüller nähert sich dem Leben von Ingeborg Bachmann (1926–1973) an einem imaginären Tag und verleiht ihren Worten eine eindringliche körperliche Präsenz. In einem kunstvollen Geflecht aus improvisierten Spielszenen, Archivschätzen, Interviews und Bachmanns eigenen Texten durchmisst der Film die zentralen Lebensphasen der Autorin – von der Kriegskindheit in Kärnten, dem Aufstieg zum Star der Gruppe 47 bis zu den letzten Tagen in Rom.
Das Publikum würdigte den Film mit langem Applaus. Er ist noch drei weitere Male beim 41. DOK.fest München zu sehen und läuft in der Reihe „HerStory – Sieben Filme über furchtlose Frauen“, einer der 15 thematisch gegliederten Reihen des Festivals. Regina Schilling ist mit ihrem Film außerdem nominiert für die VIKTORIA DOK.international Main Competition, den Preis des Internationalen Hauptwettbewerbs des Festivals. Um diesen konkurrieren noch elf weitere herausragende Filme, die vorab reihenübergreifend ausgewählt wurden.
Mit der Eröffnungsfeier beginnt das erste Festival unter der Leitung von Adele Kohout, die zuvor seit 2016 stellvertretende Festivalleiterin war. Sie blickte im Gespräch mit Moderatorin Christina Wolf auf die kommenden zwölf Festivaltage. Die beiden Vertreter der wichtigsten Förderer und Partner des Festivals wünschten Adele Kohout, ihrer Stellvertreterin Maya Reichert und ihrem Team ein erfolgreiches Festival und würdigten die internationale Bedeutung des DOK.fest München.
Adele Kohout (Festivalleiterin): „Gerade in der heutigen Zeit, in der gesellschaftlicher Zusammenhalt mehr denn je bedroht ist, wünsche ich mir, dass das DOK.fest dazu beitragen kann, einen Raum zu bieten, der Gemeinschaft erzeugt. Ich verstehe ein Filmfestival als Bühne und Einladung zum Gespräch, das im Kern von Neugier getragen sein sollte. Neugier weckt Interesse, Interesse für das Andere – und nur so findet man zueinander.“
Marek Wiechers (Leiter des Kulturreferats der Landeshauptstadt München): „Das DOK.fest ist für unsere Stadt ein echtes Leuchtturmprojekt, das uns immer wieder mit neuen Fragestellungen und bislang unbekannten Perspektiven konfrontiert und zudem viele Möglichkeiten des Austausches bietet. Für die lebendige Stadtgesellschaft ist das international bekannte Dokumentarfilmfestival damit längst unverzichtbar geworden, gerade wegen der niedrigschwelligen, universalen Bildsprache, die das Filmmedium so auszeichnet.“
Staatsminister Markus Blume (Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst): „Für mich ist die heutige Eröffnung im Deutschen Theater eine Premiere – und ich ahne: Das könnte der Anfang einer großen Liebe sein. Zwölf Tage lang holt das Festival die Welt nach München: 106 Filme aus 49 Ländern. Eine beeindruckende Vielfalt – von klassischen Kinodokumentationen bis zu innovativen XR-Projekten. Und das DOK.fest wirkt weit über die Leinwand hinaus: Es vernetzt München – von der Hochschule für Fernsehen und Film über unsere Museen bis zum Bergson Kunstkraftwerk und vielen mehr. Ich wünsche den Leiterinnen Adele Kohout und Maya Reichert eine glanzvolle erste Festivalzeit – und allen Gästen inspirierende Begegnungen, neue Perspektiven und ganz viel Begeisterung für den Dokumentarfilm.“
Das 41. DOK.fest München findet bis zum 18. Mai an 23 Spielstätten in ganz München statt. Vom 11. bis 25. Mai sind rund 80 Prozent der Filme online auf der digitalen Leinwand zu sehen.
Weitere Bilder des Eröffnungsabends finden Sie hier (Credit: DOK.fest München).

