DOK.shorts

 

Drei Filme, die für den Student Award beim diesjährigen DOK.fest nominiert sind. Alle drei nutzen die formelle Freiheit des kurzen Formats, um zu experimentieren und so neue Formen des Filmischen auszuloten. Ob es um die eigenen Ängste, die Sicht auf die Geschichte Europas oder gar das merkwürdige Phänomen der Reihenhäuschen geht -  auch thematisch ein hochspannender (ikonoklastischer) Mix.

 

  • Sa., 16.05.26
    15.30
    HFF - Kino 1

MEMENTO MURI

Italien 2025 – Regie: Jonathan Bugiel – Originalfassung: Englisch – Untertitel: Englisch – Länge: 32 min.

Wir zeigen diesen Kurzfilm zusammen mit AND THEY LIVE IN ROW HOUSES und ICH ATME DIE GANZE ZEIT in den Screenings der DOK.shorts (8. Mai / 9. Mai / 16. Mai)

Wenn die Wahrheit immer das erste Opfer des Krieges ist, dann sind die letzten Reste immer dessen Festungen. Auf einer Länge von mehr als 2600 km stehen die Bunkeranlagen des Atlantikwalls zum größten Teil immer noch. Stumme Mahnmale menschenverachtender Machtstrukturen. MEMENTO MURI nähert sich den Artefakten vorsichtig, mit abstrakt-metaphorischem Blick auf ein vielschichtiges Phänomen: Es gibt verlassene Trümmer, auf Hochglanz polierte Museen, wertvolle Rückzugsräume seltener Tiere oder einfach das pittoreske Highlight für den Spaziergang am Strand. Ein Film, der sich jeder Deutung enthält und furchtlos mit seinen eigenen, filmischen Mitteln spielt. Jan Sebening

Biografie

Aufgewachsen in Berlin, führten Jonathan Bugiels Wege über Rom und Jerusalem schließlich nach Bayreuth, wo er Medienwissenschaft und Ethnologie studierte. Für sein Filmstudium zog er in die italienischen Alpen, wo er 2025 die Filmschule ZeLIG in Bozen absolvierte.

Filmografie

 

PYGMALIA, IT, 2024, 17 Min.

STOA, GR, 2024, 9 Min.

 

Nominiert für den Student Award

Der Student Award präsentiert herausragende Dokumentarfilme von Studierenden deutschsprachiger Filmhochschulen. Die Filme sind nominiert für den megaherz Student Award, dotiert mit 3.000 Euro.

Produktion: ZeLIG - School for documentary. Produzent*in: Emanuele Vernillo.

ICH ATME DIE GANZE ZEIT

Deutschland 2025 – Regie: Rosa Gocht – Originalfassung: Deutsch – Untertitel: Englisch – Länge: 34 min.

Wir zeigen diesen Kurzfilm zusammen mit AND THEY LIVE IN ROW HOUSES und MEMENTO MURI in den Screenings der DOK.shorts (8. Mai / 9. Mai / 16. Mai)


So, wie sich die Geräusche der Autowaschanlage drohend, fauchend und prasselnd über Rosa und ihrer Familie auftürmen, so stellt man sich auch ihre Angst vor: überwältigend und doch ungreifbar. Die Regisseurin begibt sich auf die Suche nach dem Ursprung ihrer lebenslangen Angstzustände und stößt dabei auf ein transgenerationales Trauma. Mit schmerzlicher Offenheit und einer Spur Selbstironie ergründet sie rauchend die symbiotische Beziehung mit ihrer Mutter und die Geschichte ihrer gegenseitigen Abhängigkeit. Eine intensive und mutige Suche. Anna Magdalena Hofer

Biografie

Rosa Gocht studierte Regie an der Filmakademie Wien und der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf in Potsdam. Sowohl in ihren Spiel- wie auch Dokumentarfilmen verarbeitet sie die Themen Angst und Realitätsverlust. ICH ATME DIE GANZE ZEIT ist ihr Abschlussfilm.

Filmografie

VISIT SLOVENIA, DE 2023, 13 Min.

 

Nominiert für den Student Award

Der Student Award präsentiert herausragende Dokumentarfilme von Studierenden deutschsprachiger Filmhochschulen. Die Filme sind nominiert für den megaherz Student Award, dotiert mit 3.000 Euro.

Englischer/Originaltitel: I'AM BREATHING ALL THE TIME. Autor*in: -. Kamera: Hans Radetzki. Ton: Eva Perháčová. Schnitt: Nils Düren. Musik: Jan Glauser. Produktion: Filmuniversitaet Babelsberg Konrad Wolf. Produzent*in: Felipa Goltz.

AND THEY LIVE IN ROW HOUSES

Österreich 2025 – Regie: Matteo Sanders, Julia Haugeneder – Originalfassung: Deutsch – Untertitel: Englisch – Länge: 15 min.

Wir zeigen diesen Kurzfilm zusammen mit ICH ATME DIE GANZE ZEIT und MEMENTO MURI in den Screenings der DOK.shorts (8. Mai / 9. Mai / 16. Mai)

Warum leben wir so, wie wir leben? Nicht die kleinste Frage, die sich Matteo Sanders und Julia Haugeneder da stellen, um sich dann mit großem Spaß auf die Dekonstruktion des Phänomens der Reihenhäuser zu stürzen. Ihre Tableaux Vivants erinnern an das Theater des Absurden und führen uns vor Augen - und Ohren -  dass das, was wir als das Normalste der Welt betrachten, im Grunde genommen ein ziemlich dystopisches Arrangement ist. Kapitalismuskritik, literarischer Essay und Arthouse Film gehen solidarisch Hand in Hand… Jan Sebening

Biografie

Matteo Sanders ist freiberuflicher Regisseur und studiert Drehbuch und Regie an der Filmakademie in Wien. An der Akademie der bildenden Künste in Wien studierte Julia Haugeneder und stellt seitdem national wie international aus.

Filmografie

TASCHENGELD - AUT 2025,16 Min. Spielfilm
33’ 66° - AUT 2023, 16 Min. DOK.fest 2024

 

Nominiert für den Student Award

Der Student Award präsentiert herausragende Dokumentarfilme von Studierenden deutschsprachiger Filmhochschulen. Die Filme sind nominiert für den megaherz Student Award, dotiert mit 3.000 Euro.

Englischer/Originaltitel: And They Live In Row Houses. Deutscher Titel: And They Live In Row Houses. Autor*in: Simon Nagy. Kamera: Konrad Milan. Ton: Julia Haugeneder, Simon Nagy, Matteo Sanders. Schnitt: Julia Haugeneder, Matteo Sanders. Produktion: Julia Haugeneder, Matteo Sanders. Produzent*in: Julia Haugeneder, Matteo Sanders. Vertrieb: Gargantua Film Distributions.