MATERIA PRIMA
Deutschland 2026 – Regie: Jens Schanze – Originalfassung: Englisch, Quechua, Spanisch – Untertitel: Englisch – Länge: 89 min.
1615 schreibt der indigene Chronist Felipe Guamán Poma de Ayala einen Brief an den spanischen König. Jens Schanze lässt dieses Zeugnis kolonialer Ausbeutung in die Gegenwart reichen: Heute sind es europäische und chinesische Konsortien, die im Salar de Uyuni, der größten Salzwüste Boliviens, Lithium abbauen wollen: das „weiße Gold" der Energiewende. Der Film begleitet Verhandlungen der staatlichen Firma YLB mit europäischen Firmenvertreter*innen, aber auch den Widerstand indigener Gemeinschaften, die um Wasser, Umwelt, Quinoa Anbau und die mythologische Bedeutung des Tunupa-Vulkans fürchten. Kameramann Börres Weiffenbach gelingen präzise, visuell beeindruckende Bilder globaler Machtstrukturen: nüchtern beobachtet, unbequem in ihrer Klarheit. Silvia Bauer
Keine Jugendfreigabe
Biografie
Filmemacher Jens Schanze studierte an der HFF München und drehte 1994 in Bolivien seinen ersten Film. Für seine Filme wurde er mehrfach ausgezeichnet.
Filmografie (Auswahl)
LA BUENA VIDA – DAS GUTE LEBEN, DE, 2015, 97 Min.
PLUG & PRAY, DE, 2010, 91 Min.
OTZENRATH 3° KÄLTER, DE, 2007, 81 Min.
Nominiert für die DOK.horizonte Competition – Cinema of Urgency
Die für diesen Preis nominierten Filme erzählen Geschichten aus dem Globalen Süden. Sie werden gefördert durch ENGAGEMENT GLOBAL mit Mitteln des BMZ, der Preis ist dotiert mit 5.000 Euro. Preisstifterin ist die Petra-Kelly-Stiftung.

Gefördert durch
Mit den Mitteln des

Preisträgerfilm des Deutschen Dokumentarfilm-Musikpreis

Preisstifter und Förderer
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Autor*in: Jens Schanze. Kamera: Börres Weiffenbach. Ton: Claudia Leder. Schnitt: Ulrike Tortora. Musik: Atena Eshtiaghi. Produktion: Mascha Film GbR. Produzent*in: Jens Schanze.



