Africa Day 2021 @home

Moving Beyond Diversity beim Africa Day @home

Moving Beyond Diversity beim Africa Day @home

Wir bringen den achten Afrikatag in diesem Jahr online und live zu Ihnen nach Hause. Drei Filme aus und über Afrika werden im Online-Programm des DOK.fest München zu sehen sein. Und auch die Podiumsdiskussion führen wir im digitalen Format weiter – dieses Jahr mit dem Thema: Moving Beyond Diversity.

Live-Online-Diskussion

Zur Live-Schaltung begrüßen wir die Filmemacher.innen von ZINDER (Aïcha Macky), THE LAST SHELTER (Ousmane Samassekou), WHITE CUBE (Renzo Martens) und weitere Expert.innen.
"Moving Beyond Diversity" ist das Thema des Abends. Wie sieht nachhaltiger Systemwandel aus? Wir fördern eine kritische Auseinandersetzung und Reflexion mit dem Thema durch das Medium des künstlerischen Dokumentarfilmes. Im Gespräch wird es um die Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Geschichte des Filmemachens, der Filmästhetik und in den Produktionsbedingungen gehen.

 

Der Afrikatag lädt explizit zu einer anderen, differenzierteren Sichtweise auf den afrikanischen Kontinent einladen. Um dies zu schaffen zeigen wir nicht nur Filme von Filmemacher.innen aus dem globalen Norden ÜBER Afrika, sondern präsentieren insbesondere Filme von afrikanischen Filmemacher.innen AUS Afrika. Geschichten aus dem globalen Süden wurden in der Vergangenheit mehrheitlich von Filmemacher.innen aus dem globalen Norden erzählt. Wir stellen beim Afrikatag Filme aus unterschiedlichen Perspektiven zu einem bestimmten Thema gegenüber und lassen sie miteinander korrespondieren. Auch das DOK.network Africa will in seiner 8. Edition die Diskussion weiter führen. Es geht jedoch um mehr als nur reine Präsenz, Zahlen und Quoten. "Moving Beyond Diversity" ist das Thema. Moderation: Seggen Mikael

Drei Filme aus drei verschiedenen Teilen des Kontinents machen unterschiedliche Lebensrealitäten sichtbar.

 

Die Diskussion ist kostenfrei, der Livestream auf Englisch und Französisch und der Chat sind direkt über die Homepage des DOK.fest München abrufbar. 

Tickets für die Filme des Africa Day im Vorverkauf erhältlich.

 

Der Afrikatag wird unterstützt von

 

 

 

 

THE LAST SHELTER

Frankreich, Mali, Südafrika 2020 – Regie: Ousmane Samassékou – Originalfassung: Bambara, Englisch, Französisch, Mooré – Untertitel: Englisch

Die Wüste ist nicht einfach nur eine Anhäufung von Sand. Der Wind entlockt ihr ein seltsames Pfeifen. – Ist es Rufen oder Klage? Dort, wo es noch ein Zurück geben kann, sammeln sich die, die aufgebrochen sind, auf den langen Weg in ein besseres Leben. Bekommen ein Dach, ein Bett, ärztliche Hilfe. Warten. Tauschen sich aus über Preise, Geheimtipps, spielen Schach in der Halle. Die Mitarbeiter der Caritas-Einrichtung versuchen, sie dazu zu bewegen, wieder nach Hause zu gehen. Doch das scheint unmöglich – für einige, weil die Scham zu groß ist, es nicht geschafft zu haben, und für andere, weil sie erst gar kein Zuhause haben. Ein ergreifender Film über den Mut, leben zu wollen, von afrikanischer Seite aus gesehen. Elena Álvarez

Wir präsentieren die Deutschlandpremiere des Films.

Keine Jugendfreigabe

Kamera: Ousmane Samassekou. Ton: Jean-Marc Schick. Schnitt: Céline Ducreux. Produktion: Les Films du Balibari. Produzent: Estelle Robin You. Länge: 85 min. Vertrieb: Point du jour - Les films du Balibri.

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ZINDER

Niger, Frankreich, Deutschland 2021 – Regie: Aïcha Macky – Originalfassung: Haussa – Untertitel: Englisch

Gewalt hält die nigrische Stadt Zinder in Atem: Junge Arbeitslose, die sich vom Elend ins Exil getrieben fühlen, schließen sich Banden an und rebellieren. Die meisten kommen aus Karakara, einem Viertel das gebaut wurde, um Leprakranke aufzufangen. Außerhalb der medizinischen Einrichtungen haben Sie keinen offiziellen Zivilstand und deshalb kein Recht auf Bildung. Bis zum Tag ihres Aufbegehrens waren sie für die Gesellschaft unsichtbar. Mangels Perspektiven versinken einige in der Kriminalität und landen im Gefängnis, andere schmuggeln. Aïcha Macky, selbst aus Zinder stammend, findet einen einzigartigen Zugang zu aktiven und ehemaligen Bandenmitgliedern. Indem sie ihren Alltag einfängt, erforscht sie die Ursprünge der Radikalisierung, die derzeit in der Region um sich greift. Seggen Mikael

Wir präsentieren die Deutschlandpremiere des Films.

Keine Jugendfreigabe

Autor: Aicha Macky. Kamera: Julien Bossé. Ton: Abdoulaye Adamou Mato. Schnitt: Karen Benainous. Musik: Dominique Peter. Produktion: Tabous production (NG) , Point du Jour-Les films du balibari (FR), Corso (DE). Produzent: Clara Vuillermoz, Ousmane Samassekou, Erik Winker. Länge: 82 min. Vertrieb: Andana Films.

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WHITE CUBE

Niederlande, Belgien, Demokratische Republik Kongo 2020 – Regie: Renzo Martens – Originalfassung: Englisch, Französisch – Untertitel: Englisch

Von der Kunstperformance zur Lebensperspektive. In den ehemaligen Palmöl- und Kakaoplantagen von Unilever im Kongo, wo heute die Arbeit stillsteht, bleiben auch die Arbeiter.innen sich selbst überlassen. Renzo Martens macht sie zu seinem Projekt und motiviert sie, sich zu einem Künstlerkollektiv zusammenzuschließen. Das gemeinsame Ziel: sich selbst zu ermächtigen. Am Ende steht ein sogenannter „White Cube“ auf der Plantage und die ehemaligen Arbeiter.innen erzielen mit Schokoladenskulpturen auf dem internationalen Kunstmarkt hohe Erlöse. Renzo Martens führt die Logik der Kunstwelt ad absurdum, dekonstruiert ihren Gestus der Erhabenheit und macht dabei schmerzlich spürbar, wie sehr die Kunst von der Wirtschaft durchtränkt ist. Adele Kohout

Wir präsentieren die Deutschlandpremiere des Films.

Keine Jugendfreigabe

Produktion: Pieter van Huystee Film. Produzent: Pieter van Huystee. Länge: 79 min.

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  • Sonntag
    09.05.2021
  • 18:00
  • @home