• Do., 07.05.26
    20.00
    HFF - Audimax

MEANWHILE IN NAMIBIA

Deutschland, Namibia 2026 – Regie: Jonas Spriestersbach – Originalfassung: Andere, Afrikaans, Deutsch, Englisch – Untertitel: Englisch – Länge: 115 min.

„Wir sollen eine Kultur zeigen, die wir nie gesehen haben“, sagt ein Herero in Namibia in die Kamera. Der Völkermord an seinen Vorfahren durch die Deutsche Kolonialmacht hat seine Kultur verschwinden lassen. Statt Reparationen zu zahlen oder Landenteignungen aufzuarbeiten, fördert Deutschland Entwicklungshilfeprojekte wie die ‚Lebenden Museen’. Herero und andere Volksgruppen sollen Tourist*innen ihre vorkoloniale Lebensweise präsentieren. Nicht nur durch diese an Völkerschauen erinnernde Praxis werden strukturelle Ungleichheit und Rassismus in Namibia offensichtlich. Jonas Spriestersbach fängt das Unrecht mit seiner Kamera bildgewaltig ein. Seine präzisen Beobachtungen und Begegnungen werfen Fragen der Verantwortung und der deutschen Erinnerungskultur auf. Barbara Off  

Biografie

Jonas Spriestersbach studierte zunächst Psychologie und Kunstgeschichte in Hamburg und Kassel, und im Anschluss Kamera und Regie an der Hochschule für Fernsehen und Film München. Nach seinem Abschlussfilm TIERE (DOK.fest 2019) ist MEANWHILE IN NAMIBIA sein Debütfilm.

 

Filmografie

TIERE, DE, 2019, 70 Min.
TIME TO DIE, MOTHERFUCKERS, CDN, DE, 2016, 15 Min.

 

Nominiert für den DOK.deutsch Wettbewerb

Intensive Geschichten und Ungewöhnliches vor der eigenen Haustür: Der Wettbewerb präsentiert Filme, die sich mit Menschen und Themen im deutschsprachigen Raum auseinandersetzen. Der VIKTORIA DOK.deutsch Wettbewerb ist mit 7.500 Euro dotiert. Der Preisstifter ist Sky.

Autor*in: Jonas Spriestersbach. Kamera: Jonas Spriestersbach. Ton: Joel Toromba, Hilma Nangaku, Zita Erffa, Katharina Grote. Schnitt: Jonas Spriestersbach, Judy Landkammer. Musik: -. Produktion: Jonas Spriestersbach. Produzent*in: Jonas Spriestersbach.