VFF Nachwuchs-Dokumentarfilm-Produktionspreis 2027
Call for Entries – jetzt bis 22. Januar 2027 einreichen!
Das DOK.fest München und die VFF Verwertungsgesellschaft der Film- und Fernsehproduzenten mbH freuen sich, zum zweiten Mal den VFF Nachwuchs-Dokumentarfilm-Produktionspreis auszuschreiben, der beim 42. DOK.fest München im Mai 2027 vergeben wird.
Ein neuer Preis für Nachwuchs-Dokumentarfilmproduzent*innen in Deutschland
Der in diesem Jahr zum zweiten Mal ausgeschriebene Preis würdigt die zentrale Rolle der Produktion bei der Entstehung aktueller Hochschul-Dokumentarfilmprojekte.
Die Auszeichnung wird von der VFF Verwertungsgesellschaft der Film- und Fernsehproduzenten mbH gestiftet und ist mit einem Preisgeld von 3.000 Euro dotiert. Ausgezeichnet wird der*die Produzent*in des Films. Die Vergabe findet im Rahmen des DOK.fest München, zusammen mit dem VFF Dokumentarfilm-Produktionspreis, statt.
Nachwuchs-Produzent*innen sind herzlich eingeladen, ihre aktuellen Dokumentarfilme einzureichen!
Reglement
1. Allgemeine Teilnahmebedingungen
Für die Einreichung zum VFF Nachwuchs-Dokumentarfilm-Produktionspreis zugelassen sind Filme, die die folgenden Kriterien erfüllen:
- Filmproduktion mit einer Mindestlänge von 52 Minuten
- Mindestens 51% Produktionsbeteiligung aus Deutschland
- Veröffentlichung nach dem 01. Januar 2026
- Es sind nur Hochschulfilme, inkl. Abschlussfilme, im Studiengang Produktion einer deutschen Hochschule zugelassen. (Bitte geben Sie im Einreichformular an, an welcher Hochschule sie immatrikuliert sind).
- Sollte Ihr Film bereits an einer vorherigen DOK.fest München-Edition teilgenommen haben, ist eine erneute Einreichung nicht möglich.
- Bis zur Aufführung beim Festival darf der eingereichte Film weder in Deutschland regulär im Kino ausgewertet, noch in einem öffentlich rechtlichen oder einem frei empfangbaren privaten Sender ausgestrahlt worden sein. Des Weiteren sind Filme, die auf frei zugänglichen Internetplattformen verfügbar sind, vom Festival ausgeschlossen. Im Einzelfall obliegt die Entscheidung über die Zulassung der Festivalleitung.
- Bis zu drei öffentliche Vorführungen beim DOK.fest München 2027 sind obligatorisch.
Die Auswahl für den VFF Nachwuchs-Dokumentarfilm-Produktionspreis findet nach den untenstehenden Kriterien statt. Es liegt in der Verantwortung des*der Produzent*in, durch die einzureichenden Unterlagen die besondere Produktionsleistung darzulegen:
- Engagement der Produktion bei der Auswahl eines herausfordernden Sujets
- Engagement und Produktivität bei der Zusammenstellung der Finanzierung
- Kreative und innovative Ansätze der Produktion
2. Rechtseinräumung, Rechtegarantie und Freistellung
(1) Mit der Einreichung des Filmes garantieren Sie, der*die alleinige Inhaber*in sämtlicher Rechte des Werkes zu sein. Das umfasst insbesondere die Persönlichkeitsrechte, die Urheberrechte sowie die Leistungsschutzrechte aller in dem Film vorkommenden Personen und an der Herstellung des Films Beteiligter sowie die Rechte sonstiger Dritter und das Recht, uns die wie folgt zu bezeichnenden Rechte einräumen zu dürfen: Dem DOK.fest München werden die Vorführrechte des Filmes sowie das Recht zur möglichen öffentlichen Zugänglichmachung (Online-Streaming, für Deutschland geogeblockte Einzeltickets, begrenzter Zeitraum, 48-Stunden-Fenster) für die Zeit des Festivals eingeräumt. Weiter stimmen Sie zu, dass das DOK.fest München nach eigenem Ermessen Warnhinweise zu dem Film veröffentlichen kann, wie insbesondere nach dem Festivaltrailer, welcher vor Ihrem Film gezeigt wird. Das Recht zur Verbreitung des Pressematerials wird dem DOK.fest München örtlich, zeitlich und inhaltlich unbeschränkt eingeräumt.
(2) Mit der Mitteilung über die Auswahl des Filmes räumen Sie diese Rechte dem DOK.fest München ein, ohne dass es einer weiteren Erklärung bedarf. Sie stellen das DOK.fest München von jedweden Ansprüchen Dritter in Zusammenhang mit den in Ziffer 4 (1) genannten Rechten einschließlich der angemessenen Kosten der erforderlichen Rechtsverteidigung wie insbesondere Rechtsanwalts- und Gerichtsgebühren frei.
3. Werbung / Promotion
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Sollte Ihr Film für das Programm ausgewählt werden, benötigen wir unmittelbar nach der Zusage Presse- und Fotomaterial. Mit der Anerkennung des Reglements versichern Sie, dass Sie das Material (Online Download-Link, Fotos, Texte, Trailer) dem Festival für die Pressearbeit und zu Werbezwecken in unseren Printmaterialien, auf unserer Website sowie auf unseren Social Media Kanälen im Rahmen des DOK.fest München zur Verfügung stellen. Gleichermaßen stimmen Sie zu, dass das DOK.fest München Filmausschnitte von bis zu drei Minuten im Rahmen der Festivalberichterstattung auf der Website verwenden darf. Mit Ihrer Zusage gewähren Sie dem DOK.fest München, Fotos sowie Trailer auch an ausgewählte Partner zu Promotionszwecken weiterzugeben.
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Zur Darstellung unserer jeweiligen Festivaledition auf der Website stimmen Sie der unbefristeten Speicherung und Verwendung des Fotomaterials und des Trailers in unserem Archiv auf der Website zu.
4. Vorführformate
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Folgende Vorführformate werden benötigt:
- DCI compliant Digital Cinema Package DCP
- ProRes File 4.2.2 HQ (Tonformat 5.1) bzw. ein H.264-File
5. Schritte zur Einreichung
- Wenn Sie erstmals einen Film bei uns einreichen, richten Sie bitte ein Konto unter „Mein Konto“ ein.
- Verfügen Sie bereits über ein Konto, können Sie sich jederzeit einloggen.
- Bitte wählen Sie im Filmreinreichungsformular unter „Anmeldung für“ „VFF Nachwuchs-Dokumentarfilm-Produktionspreis" aus.
- Über die genauen Schritte zur Filmeinreichung informieren wir hier unter Punkt 8.
Bitte schicken Sie außerdem folgende Unterlagen an Elena Lanzinger (lanzinger@dokfest-muenchen.de):
- Stellungnahme der*s Produzent*in zur herausragenden Bedeutung der Produktion für den Film (max. 3000 Zeichen)
- Kurzbiografie der*s Produzent*in, Regie und weiterer zentraler Beteiligter (max. 700 Zeichen pro Biografie)
- Vollständige und übersichtliche Aufstellung des Budgetplans
- Vollständige und übersichtliche Aufstellung des Finanzierungsplans
- Filmstill(s)
- Bitte geben Sie an, ob Sie VFF-Mitglied sind.
Einreichfrist: 22. Januar 2027
Bitte achten Sie darauf, dass Sie alle Unterlagen einsenden, da unvollständige Einsendungen nicht berücksichtigt werden können. Alle Unterlagen und Informationen werden streng vertraulich behandelt.
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6. Screening Fees
Das DOK.fest München zahlt Screening Fees sowohl für die Präsentation in den Kinos als auch für die Screenings auf der digitalen Leinwand im @home-Programm. Die Screening Fee wird in Absprache mit den Rechteinhaber*innen vereinbart. Unter Berücksichtigung einer bestmöglichen Präsentation der Festivalfilme liegt unser Augenmerk auf der Einladung der Filmemacher*innen und der dazugehörigen (anteiligen) Erstattung von Reise- bzw. Hotelkosten. Ansprüche auf Kostenübernahme oder auf eine andere Form der Vergütung bestehen nicht.
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Daneben besteht die Möglichkeit, in den reihenübergreifenden Wettbewerben (DOK.international, DOK.deutsch, DOK.horizonte, DOK.spotlights megaherz Award, Deutscher Dokumentarfilm-Musikpreis, all inclusive Award, VFF Dokumentarfilm-Produktionspreis, VFF Nachwuchs-Dokumentarfilm-Produktionspreis und kinokino Publikumspreis) Preise zu gewinnen.
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7. Geltung dieser Teilnahmebedingungen
Mit Abgabe der Filmreinreichung erkennen Sie die Geltung dieser Teilnahmebedingungen an. Diese Teilnahmebedingungen gelten für alle Einreichungen zum aktuell anstehenden Festival und zwar auch dann, wenn sie nicht nochmals ausdrücklich vereinbart worden sind. Abweichende Bedingungen erkennt das DOK.fest München selbst bei deren Kenntnis nicht an, es sei denn, das DOK.fest München hat ausdrücklich schriftlich ihrer Geltung zugestimmt.
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8. Gerichtsstand, Geltung deutschen Rechts
Als Gerichtsstand wird soweit zulässig München vereinbart. Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss der Kollisionsnormen.
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Die Einreichung ist unabhängig von der Teilnahme am DOK.fest München.
Einreichschluss ist der 22. Januar 2027.
Kontakt
Bei Fragen zur Bewerbung wenden Sie sich bitte an:
Elena Lanzinger
lanzinger@dokfest-muenchen.de
Tel.: +49 (0)89 51 39 97 88
DOK.fest München
Dachauer Straße 116
80636 München
DRIVING EUROPE gewinnt VFF Nachwuchs-Dokumentarfilm-Produktionspreis 2026
Der erste VFF Nachwuchs-Dokumentarfilm-Produktionspreis geht an die Produzenten des Films DRIVING EUROPE Lennart Heidtmann, Felix Länge und Artur Althen (Regie: Felix Länge).
In der Begründung der Jury heißt es:
„Ein gelungener Dokumentarfilm fühlt den Puls der Zeit, er zeigt gesellschaftliche Entwicklungen (und Fehlentwicklungen) auf und leuchtet die Räume hinter der Fassade der Tagesaktualität aus, indem er gesellschaftliche und politische Ereignisse aus der Anonymität der Nachrichtenströme herauslöst und ihnen ein Gesicht gibt.
Dazu braucht er Rückhalt in Produktionsstrukturen, die dieser Arbeit den Weg ebnen, die technischen und organisatorischen Voraussetzungen schaffen und dem Kreativ-Team den Rücken freihalten.
Im Projekt DRIVING EUROPE scheint diese Symbiose auf besondere Weise geglückt, und was die Produktion in mehr als achtwöchiger Drehzeit auf einem südhessischen Autobahnparkplatz wie auch bei den nachfolgenden Recherchen an organisatorischer, materieller und möglicherweise auch ideeller Unterstützung zu dem Projekt beigetragen hat, lässt sich wohl erahnen. Lennart Heidtmann, Felix Länge und Artur Althen haben bei dieser Produktionsentscheidung bewiesen, was dokumentarisches Arbeiten so dringend braucht: ein sicheres Gespür für die Relevanz eines Themas, reaktionsschnelles Handeln und Durchhaltevermögen auch dann, wenn kein rasches Ende des Projekts absehbar ist.
Genau diese Fähigkeiten waren 2023 beim zweiten europaweit beachteten Streik georgischer und aserbeidschanischer Fernfahrer gefragt, denen von ihrem polnischen Auftraggeber über Monate hinweg der Arbeitslohn vorenthalten wurde und deren Protest mit einem Male ein grelles Schlaglicht auf die frühkapitalistischen Missstände der gesamten europäischen Logistikbranche warf: gnadenloser Konkurrenzdruck und Preisdumping degradiert insbesondere osteuropäische und asiatische Fernfahrer mit vollem Wissen reputierter deutscher Firmen und Handelsketten zu modernen Arbeitssklaven. Den dokumentarischen Blick über den Ort des Protestes hinaus auf den familiären Hintergrund eines Betroffenen, vor allem aber auch auf die Verantwortlichkeit der deutschen Auftraggeber zu lenken, zählt zu den Verdiensten einer Produktion, die sich würdig in das einstmals starke, inzwischen aber selten gewordene Subgenre der „Filme aus der Arbeitswelt“ einreiht und die nicht zuletzt dafür den VFF-Nachwuchs-Produktionspreis verdient hat."
Jury: Cosima Forchheimer (Produzentin),Thomas Frickel (Autor, Regisseur und Produzent), Leon Harms (Produzent)
Shortlist 2026
DRIVING EUROPE
DE, 2025, Felix Länge, 86 Min.
Produktion: Lennart Heidtmann, Felix Länge, Artur Althen
FINDING CONNECTION
DE, 2026, Florian Karner, 84 Min.
Produktion: Martin Schwimmer, Dominik Utz, Maite Bengsch
HAUS 4
DE, 2026, Philipp Schaeffer, 70 Min.
Produktion: Franziska Unger, Paul Hartmann
NICHTS BLEIBT UND NICHTS VERSCHWINDET
DE, 2026, Paul Sonntag, 79 Min.
Produktion: Oscar Meyer-Ricks, Judith Frahm, Paul Sonntag
WHERE THE WAVES TOOK HER
DE, 2025, Jana Stallein, 83 Min.
Produktion: Charlotte Peters





