GOTTESZELL – EIN FRAUENGEFÄNGNIS

Deutschland 2000 – Regie: Helga Reidemeister – Originalfassung: deutsch

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„Man ist niemals sicher vor einem Gedanken, der einen durchzuckt. Niemand kann sagen: Das werde ich nie tun.“ (Marguerite Duras). Die Justizvollzugsanstalt Gotteszell ist das einzige Frauengefängnis in Baden-Württemberg. Die Frauen, die hier teilweise langjährige Haftstrafen absitzen, kommen aus den unterschiedlichsten sozialen Milieus. Und – so verschieden ihre Taten auch sind – ihre Biografien sind geprägt von Verletzungen, von jahrelanger Gewalterfahrung, von Missbrauch. Porträtiert werden sechs Frauen, die in Einzelgesprächen vom Gefängnisalltag, von ihren Hoffnungen und Träumen erzählen. Durch ihre einfühlsame, anteilnehmende Beobachtung gelingt es Helga Reidemeister, nicht zu verurteilen, sondern Lebenswege einsichtig zu machen, die fast unweigerlich in die Katastrophe führen mussten. Monika Haas

Englischer/Originaltitel: GOTTESZELL – A WOMEN'S PRISON. Autor: Helga Reidemeister. Kamera: Sophie Maintigneux. Ton: Nic Nagel, Annegret Fricke. Schnitt: Dörte Völz. Musik: Johann Sebastian Bach. Produktion: Helga Reidemeister Filmproduktion (Berlin). Produzent: .. Länge: 104 min. Verleih: Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen, Berlin.

 

Helga Reidemeister – Halle (Saale), 1940

Helga Reidemeister studierte von 1960 bis 1965 Malerei an der Hochschule für Bildende Künste Berlin und arbeitete anschließend als Sozialarbeiterin, ehe sie von 1973 bis 1978 ein Studium an der Deutschen Film- und Fernsehakademie dffb absolvierte. Seit 1971 dreht sie Dokumentarfilme, ist Dozentin an der Filmakademie Baden-Württemberg und hat seit 1988 verschiedene Lehraufträge im In- und Ausland inne.

 

Filmografie:

SPLITTER AFGHANISTAN, D 2013, 73 Min.
MEIN HERZ SIEHT DIE WELT SCHWARZ – EINE LIEBE IN KABUL, D 2009, 87 Min.
TEXAS KABUL, D 2004, 93 Min.
GOTTESZELL – EIN FRAUENGEFÄNGNIS, D 2001, 104 Min.
RODINA HEISST HEIMAT, D 1991, 114 Min.
AUFRECHT GEHEN. RUDI DUTSCHKE – SPUREN, BRD 1988, 92 Min.
MIT STARREM BLICK AUFS GELD, BRD 1983, 104 Min.
KAROLA BLOCH – DANN NIMMT DIE FRAU DIE GESCHICKE SELBST IN DIE HAND, BRD 1982, 44 Min.
VON WEGEN „SCHICKSAL“, BRD 1979, 117 Min.
DER GEKAUFTE TRAUM, BRD 1977, 86 Min.

#Held.innenreisen #Auf der Suche nach dem Ich