RODINA HEISST HEIMAT

Deutschland 1992 – Regie: Helga Reidemeister – Originalfassung: deutsch

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„Die Heimat ist immerhin die Heimat. Dort in Meiningen, weit weg von zu Hause, habe ich mir Gedanken gemacht, was diese Worte bedeuten: Heimat, Mutter.“ Februar 1991: 47 Jahre lang waren über 600.000 sowjetische Militärs mit ihren Angehörigen – offiziell als „Freunde“ – in der ehemaligen DDR stationiert. Nach fast einem halben Jahrhundert kehren sie nun in ihr Land zurück – in eine Heimat, die zerfallen ist, wirtschaftlich am Ende, am Rande von Bürgerkriegen. Über einen Zeitraum von sechs Monaten beobachtet Helga Reidemeister den Abzug des sowjetischen Regiments im ehemaligen Grenzgebiet, spricht mit Soldaten und ihren Familien und folgt einigen von ihnen bis in ihre Heimatorte, wo eine ungewisse Zukunft auf sie wartet. Das eindrückliche Dokument einer Umbruchsphase. Monika Haas

Englischer/Originaltitel: RODINA MEANS HOME. Autor: Helga Reidemeister. Kamera: Peter van den Reek, Thomas Keller, Axel Brandt. Ton: Katharina Geinitz, Klaus Klingler, Andreas Mücke-Niesytka. Schnitt: Ursula West. Musik: Andi Brauer. Produktion: Ziegler Film GmbH & Co. KG. Produzent: Regina Ziegler. Länge: 116 min. Verleih: Deutsche Kinemathek - Museum für Film und Fernsehen, Berlin.

 

Helga Reidemeister – Halle (Saale), 1940

Helga Reidemeister studierte von 1960 bis 1965 Malerei an der Hochschule für Bildende Künste Berlin und arbeitete anschließend als Sozialarbeiterin, ehe sie von 1973 bis 1978 an der Deutschen Film- und Fernsehakademie dffb studierte. Seit 1971 dreht sie Dokumentarfilme, ist Dozentin an der Filmakademie Baden-Württemberg und hat seit 1988 verschiedene Lehraufträge im In- und Ausland inne.

 

Filmografie

SPLITTER AFGHANISTAN, D 2013, 73 Min.
MEIN HERZ SIEHT DIE WELT SCHWARZ – EINE LIEBE IN KABUL, D 2009, 87 Min.
TEXAS KABUL, D 2004, 93 Min.
GOTTESZELL – EIN FRAUENGEFÄNGNIS, D 2001, 104 Min.
RODINA HEISST HEIMAT, D 1991, 114 Min.
AUFRECHT GEHEN. RUDI DUTSCHKE – SPUREN, BRD 1988, 92 Min.
MIT STARREM BLICK AUFS GELD, BRD 1983, 104 Min.
KAROLA BLOCH – DANN NIMMT DIE FRAU DIE GESCHICKE SELBST IN DIE HAND, BRD 1982, 44 Min.
VON WEGEN „SCHICKSAL“, BRD 1979, 117 Min.
DER GEKAUFTE TRAUM, BRD 1977, 86 Min.

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