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Deutschland 2017 – Regie: Florian Opitz – Originalfassung: portugiesisch, englisch, deutsch – Untertitel: deutsch

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„Die moderne bürgerliche Gesellschaft […] gleicht dem Hexenmeister, der die unterirdischen Gewalten nicht mehr zu beherrschen vermag, die er heraufbeschwor.“ Karl Marx’ düstere Thesen scheinen aktueller denn je. Für die Protagonisten des real existierenden Kapitalismus dagegen, die in SYSTEM ERROR zahlreich zu Wort kommen, gleicht Wirtschaftswachstum einem Naturgesetz. Im blinden Vertrauen auf den technischen Fortschritt und die Selbstheilungskräfte des Marktes drehen sie immer schneller am globalen Wachstumsrad. Der zweifache Grimme-Preisträger Florian Opitz zeichnet in seinem neuen Film facettenreich die Entwicklung des Kapitalismus in den letzten Jahrzehnten nach. Dabei legt er die selbstzerstörerischen Zwänge eines Systems offen, das mit seinem Wachstumsfetischismus immer weitere Bereiche unseres Lebens durchdringt. Ludwig Sporrer

Autor: Florian Opitz. Kamera: Andy Lehmann. Ton: Maximilian Pellnitz. Schnitt: Frank Müller. Produktion: Port au Prince Film & Kultur Produktion GmbH. Produzent: Jan Krüger. Länge: 90 min. Vertrieb: Port au Prince Film & Kultur Produktion GmbH Verleih: Port au Prince Pictures GmbH

 

Florian Opitz – Saarbrücken, 1973

Opitz studierte in Heidelberg und Köln Psychologie, Geschichte sowie Literaturwissenschaft. Seit 1998 arbeitet er als Dokumentarfilmregisseur und behandelt vorwiegend historische und gesellschaftspolitische Themen. Großen Erfolg hatte er mit den Dokumentarfilmen DER GROSSE AUSVERKAUF (Grimme-Preis 2009), SPEED – AUF DER SUCHE NACH DER VERLORENEN ZEIT (DOK.fest 2012) und AKTE D – DIE MACHT DER STROMKONZERNE (Grimme-Preis 2015).

Filmografie (Auswahl):

DER GROSSE AUSVERKAUF, D 2006, 94 Min.
SPEED – AUF DER SUCHE NACH DER VERLORENEN ZEIT, D 2011, 101 Min.

#Systemkritik und neue Visionen #Ganz großes Kino!