RACINES LOINTAINES

Belgien 2002 – Regie: Pierre-Yves Vandeveerd – Originalfassung: Französischpulaar, hassanya – Untertitel: Englisch – Länge: 75 min.

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FILMMUSEUM So 4.5. 17.30
MAXIM Mo 5.5. 23.00

Mensch sein. Eine spirituelle Reise durch Mauretanien, von Nord nach Süd, bis hinunter zur Grenze nach Mali. Vor dem Fenster, zuhause in Belgien, steht ein Baum, der verschwindet, sobald man ihn näher betrachtet. Unterwegs begegnet Pierre-Yes Vandeweerd Frauen und Männern, die wissen, wovon die Rede ist. Sie erzählen ihm von ihren inneren Bildern, von Gott, Leben und Tod, dem schmalen Grat zwischen Diesseits und Jenseits, dem Anderswo, das einen Ort hat, aber der Zeit enthoben ist - und weisen ihm den Weg zu den Wurzeln seiner Imagination.

"„Erst als ich mich auf den Weg machte, als ich die Sesshaftigkeit mit dem Herumziehen vertauschte, nicht nur in Gedanken, sondern tatsächlich, hat sich mir der wahre Antrieb meiner Nachforschungen erschlossen: Es ist die Suche nach einem Anderswo."

"Ein alter Mann, Mitglied einer Sufi-Brüderschaft, fragte mich, wozu ich hergekommen sei. Ich antwortete, ich wolle versuchen, seine Welt zu begreifen. Er zweifelte an dieser Idee, denn was gäbe es schon zu begreifen, wenn man aus einem Land kommt, wo die Menschen nicht anderes tun als wahrnehmen und verstehen? Er riet mir, in die Wüste zu ziehen, Menschen zu begegnen, Augen und Ohren offenzuhalten. Nicht Wahrnehmen und Verstehen, Sehen und Hören sind das Wichtige."

Pierre-Yves Vandeweerd

Pierre-Yves Vandeweerd

Geboren 1969 in Rocourt, Studium Journalismus und Kommunikationswissenschaften in Brüssel. Seit 1994 Assistent im Fach Kommunikationswissenschaften an der freien Universität Brüssel. Ab 1992 Dokumentarfilme über Afrika, 1994 Gründung der Produktionsfirma Les Ateliers du Laziri. Seit 1998 Mitveranstalter des Dokumentarfilmfestivals Filmer à tout prix. Beratertätigkeit und Gremienmitglied bei Wallonie Image Production, der Groupe Socialiste d'Action et de Réflexion sur l'Audiovisuel (GSARA) und bei der EU.

Filme:

1992 Les Oubliés du désert

1994 Némadis

Hindou: une parole libre

1995 Soria

Marcellin: zémidjan

Érythrée: Femmes de la guerre

1996 Témoins jusqu' à la mort

1997 Maalouma: la Voix de l'opposition

1998 Sida d'ici et de là-bas

2000 Némadis, des années sans nouvelles

2002 Racines lointaines

Englischer/Originaltitel: Faraway Roots. Autor*in: Pierre Yves Vandeveerd. Kamera: Phillipe Guilbert. Ton: Jean-Luc Fichefet. Schnitt: Phillipe Boucq. Musik: Psychic TV. Produktion: Cobra Films. Produzent*in: Eric Smeesters. Vertrieb: Gsara

Wettbewerb (2003-2009) 2003
FILMMUSEUM So 4.5. 17.30
MAXIM Mo 5.5. 23.00