HANADON: URI AVNERY
Israel 2002 – Regie: Yair Lev – Originalfassung: hebräisch – Untertitel: Deutsch – Länge: 75 min.
Im Untergrund kämpfte er gegen die Briten für einen israelischen Staat. Als Soldat und Journalist galt er nach 1948 als Volksheld, bis er es wagte, an israelische Kriegsverbrechen zu erinnern. Uri Avnery, der "letzte Mohikaner der radikalen Linken" kämpft seit 50 Jahren für seine Idee von zwei Staaten für zwei Völker. Er gründete seine eigene Zeitung, wurde zum Pionier bei der Aufdeckung von Verbrechen und Korruption - und war einer der Erfinder des Sensationsjournalismus. Als erster Autor in Israel verwendete Avnery den Begriff "das palästinensische Volk", als erster Israeli traf er sich mit Arafat. Persönlicher Gegner von Ben Gurion, wurde er bald zum Staatsfeind Nr. 1 erklärt und war dennoch zehn Jahre lang der "fleißigste Abgeordnete" in der Knesseth.
Hanadon: Uri Avnery ist das Portrait eines unverwüstlichen Friedenskämpfers und zugleich eine Studie über eine gerade 50 Jahre alte Gesellschaft. Der Mann, der drei schwere Attentate überlebte, ist mittlerweile an den Rand des öffentlichen Bewusstseins Israels gedrängt worden.
2001 erhielten Avnery und seine Frau Rachel den alternativen Friedensnobelpreis.
Yair Lev
Absolvent der Film-und Fernsehabteilung der Universität Tel Aviv.
Filme:
1985 The Making of "Absolute Beginners"
1987 Holes in the hands
1989 Hugo
1996 Yakantalisa
2002 Hanadon: Uri Avnery
Englischer/Originaltitel: Uri Avnery: Warrior for Peace. Autor*in: Yair Lev. Kamera: Philippe Bellaiche. Ton: Misha Spektor. Schnitt: Sara Salomon, Vidi Bilu. Musik: Jonathan Bar-Giora. Produktion: Guerrilla Pictures. Produzent*in: Doron Tsabori. Vertrieb: Ruth Diskin Marketing & Distribution

