BLACK IS BLACK
Deutschland 1968 – Regie: King Ampaw – Originalfassung: Englisch – Untertitel: Ohne – Länge: 12 min.
In BLACK IS BLACK (1968) verwandelt King Ampaw eine einfache Frage in eine kraftvolle filmische Untersuchung: Würden Sie an eine schwarze Person vermieten? Anhand alltäglicher Begegnungen in Deutschland entfaltet der Film ein Spektrum an Reaktionen – von offenem Rassismus über höfliche Ablehnung bis hin zu gut gemeinten, aber entlarvenden Klischees. Mit stiller Präzision zeigt Ampaw, dass Vorurteile nicht nur in expliziter Zurückweisung wirksam werden, sondern auch in der Sprache des Zögerns und der Verdrängung. Beobachtend und zugleich scharf analysierend entwirft der Film ein frühes und bis heute eindringliches Bild strukturellen Rassismus und macht die Barrieren sichtbar, die Zugehörigkeit und Zugang in der bundesdeutschen Nachkriegsgesellschaft prägen.Jacqueline Nsiah
Biografie
King Ampaw wurde in Kukurantumi, in Ghana geboren. Er ist Schauspieler und Regisseur und studierte zuerst in Potsdam, dann an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien und an der HFF München, wo er Wim Wender kennenlernte.
Filmografie
NO TIME TO DIE, DE, GH, 2009, 95 Min. (Spielfilm)
NANA AKOTO, GH, 1985, 94 Min. (Spielfilm)
KUKURANTAMI, GH, DE, 1983, 83 Min. (Spielfilm)
Die Digitalisierung des Films BLACK IS BLACK entstand im Rahmen der von Tobias Hering und Björn Schmitt kuratierten Filmreihe "Von hier - Filme als Archive der Migrationsgesellschaft" für das Kino des DFF.

Produktion: XX. Produzent*in: XX.

