ALABAMA (2000 LIGHT YEARS)
Deutschland 1968 – Regie: Wim Wenders – Originalfassung: Deutsch – Untertitel: Ohne – Länge: 21 min.
In ALABAMA (2000 LIGHT YEARS) entwirft Wim Wenders eine schwebende Reise, die von der Präsenz eines einzigen Songs geprägt ist, der sich durch den Film hindurch(zieht?) entfaltet. In unterschiedlichen Versionen (wiederholt)kehrt er sich wieder, wobei sich Klang und emotionale Aufladung verändern und so subtil unsere Wahrnehmung der Bilder und der Zwischenräume verschieben. Zwischen Momenten von Stillstand und Bewegung entzieht sich der Film einer konventionellen Erzählstruktur und entwickelt sich stattdessen zu einer Reflexion über Klang, Zeit und Wahrnehmung. Wenders zeigt, dass Bedeutung niemals festgeschrieben ist, sondern sich durch Variation immer wieder neu formt – dass eine vertraute Melodie, anders gehört, völlig neue Assoziationen, Stimmungen und Möglichkeiten eröffnet. Jacqueline Nsiah
Biografie
Der in Düsseldorf geborene Regisseur Wim Wenders ist als wichtiger Protagonist des Neuen Deutschen Films der 1970er Jahre international bekannt geworden. Er gilt heute als einer der bedeutendsten Vertreter des Weltkinos der Gegenwart. Das Werk des Drehbuchautors, Regisseurs, Produzenten, Photographen und Buchautors umfasst vielfach preisgekrönte Spiel-und Dokumentarfilme, weltweit präsentierte Fotoausstellungen, sowie zahlreiche Bildbände, Filmbücher und Textsammlungen. Er lebt und arbeitet zusammen mit seiner Frau Donata Wenders in Berlin.
Filmografie
THE SOUL OF A MAN, DE, US, 2002, 103 Min.
BUENA VISTA SOCIAL CLUB, DE, US, 1998/99, 105 Min.
DIE GEBRÜDER SKLADANOWSKY, DE, 1993-1996, 80 Min.
Kamera: Robby Müller. Produktion: HFF München. Produzent*in: XXX.

