DOKU KAMERA MASTERCLASS: Reportage vs. beobachtender Dokumentarfilm
In dieser Kamera-Masterclass erforschen die Teilnehmenden die Unterschiede zwischen TV-Reportage und beobachtendem Dokumentarfilm. Anhand konkreter Übungen und Materialanalysen werden verschiedene Arbeitsweisen direkt erfahrbar. Im Fokus steht die Frage, wie formale Entscheidungen die dokumentarische Bildgestaltung prägen.
Seminarreihe für dokumentarische Bildgestaltung der AG DOK
Dozent: Moritz Dehler
Moritz Dehler ist Kameramann mit einem starken Fokus auf dokumentarisches Erzählen. Seine Arbeiten bewegen sich zwischen freien Dokumentarfilmen, TV-Reportagen und kommerziellen Projekten, in denen er häufig mit einem beobachtenden, authentischen Ansatz arbeitet. In Filmen wie WHERE WE USED TO SLEEP oder KHEROU entwickelt er eine visuelle Sprache, die sich durch Nähe, Intimität und ein feines Gespür für reale Situationen auszeichnet. Im Seminar untersucht Moritz Dehler die grundlegende Frage, wie sich Bildgestaltung verändert, wenn man sich für eine dokumentarische Arbeitsweise entscheidet – und wie sich diese Haltung in unterschiedlichen Formaten manifestiert.
Seminarinhalte
Abschnitt I: Einführung & Arbeitsweise – 2 Stunden
Moritz Dehler stellt seine Arbeiten vor und erläutert zentrale kinematografische Entscheidungen anhand von ausgewählten Filmausschnitten. Er erläutert seine Herangehensweise und zentrale gestalterische Entscheidungen: Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Dokumentarfilm, TV-Reportage und Werbung Drehvorbereitung als Schlüssel Arbeiten unter realen Bedingungen: Licht, Raum und spontane Situationen Übertragbarkeit von dokumentarischen Methoden auf kommerzielle Projekte Abschnitt II: Praxisübungen – 4 Stunden In praktischen Übungen setzen die Teilnehmer*innen unterschiedliche dokumentarische Ansätze direkt um:
Beobachtung vor Handlung: Wahrnehmung schärfen, bevor die Kamera eingesetzt wird
Szene vs. Baustein: Unterschied zwischen klassischer Reportage-Dramaturgie und beobachtendem Drehen
Die ungestellte Situation: Drehen ohne Eingriff in reale Abläufe
Die Übungen werden gemeinsam ausgewertet und dienen als Ausgangspunkt für Diskussionen über Wahrnehmung, Haltung und gestalterische Entscheidungen.
Abschnitt III: Offene Fragerunde – 1 Stunde
Q & A mit Moritz Dehler zu Praxis, Projekten und Arbeitsrealität.
Technik
Bitte bringen Sie, falls vorhanden, für die praktischen Übungen eigene Kameratechnik mit,unabhängig von der Art des Geräts. Ein Smartphone wäre ausreichend.
Zielgruppe
Das Seminar richtet sich an Kameraleute, Filmemacher*innen und visuell arbeitende Kreative mit Interesse an dokumentarischer Bildgestaltung – sowohl im freien als auch im angewandten Bereich.
Teilnahme & Gebühren
AG DOK Mitglieder und Inhaber*innen einer DOK.forum-Akkreditierung: 200,00 Euro
Studierende und Mitglieder anderer Berufsverbände*: 250,00 Euro
Nicht-Mitglieder*: 300,00 Euro

