HFF und mehr - Teil 1

VERGEBLICHE FLUCHT

Deutschland 2008 – Regie: Carmen Té – Originalfassung:

  • VERGEBLICHE FLUCHT / ESCAPE TO NOWHERE

"Wär' ich nur zuhause geblieben!". Allam, Ismael, Moubarak und Dash stammen aus dem Sudan. Wie Zehntausende Migranten jährlich kamen sie in überfüllten Flüchtlingsbooten nach Europa. Die Hoffnung war groß, die Enttäuschung grenzenlos: niemand will sie hier auf Lampedusa und Sizilien. Allein die Großgrundbesitzer freuen sich: für sie sind die "Illegalen", die sie als billige Saisonarbeiter ausbeuten, ein wahres Geschenk. Die Zustände sind katastrophal: die Bezahlung miserabel, Schikanen und Misshandlungen an der Tagesordnung. Wer sich auflehnt, fliegt raus. Inakzeptable Bedingungen auch in den Auffanglagern und Arbeiterunterkünften: die Gebäude heruntergekommen, die Zelte überfüllt, Wasser, Strom und Toiletten Mangelware. Doch Tag für Tag treiben sie in Schlauchbooten über das Meer. Sie sind jung und voller Zuversicht, wollen Armut oder Krieg hinter sich lassen. In Europa als Sklaven schuften? Nein, so hatten sie sich ihre Zukunft nicht vorgestellt.

Preis: "Boundless / Grenzenlos" - Medienpreis für kulturelle Vielfalt, 2007

Englischer/Originaltitel: Escape To Nowhere. Autor: Carmen Té. Kamera: Felix Raitz von Frentz. Ton: Alberto Padoan. Schnitt: Denize Galiao. Musik: Pino de Vittorio. Produktion: HFF München. Produzent: HFF München. Länge: 52 min.

SCHAFSKÄLTE

Deutschland 2007 – Regie: August Pflugfelder – Originalfassung:

Das ist die "Schafskälte", heißt es, wenn im Juni die Tiere geschoren sind und es noch einmal bis in die Täler hinunter schneit. Eine der vielen Tücken, die ein Leben in den Bergen bereithält. Die Geschwister Ferdinand, Renate und Peter sind im österreichischen Pinzgau auf einem Bergbauernhof aufgewachsen. Ferdl ist 24 und arbeitet als Landmaschinenmechaniker. In seiner Freizeit hilft er auf dem elterlichen Hof und kümmert sich um die Schafszucht. Ein Hinterwäldler ist er aber nicht: Statt Strickjanker trägt er Metallica-Shirt. Doch mit den Mädels will es trotzdem nicht so richtig klappen. "Was mir fehlt ist irgendein Gesprächsstoff. Was soll I reden mit einer Frau? Wenn I der erzähl', was ich hier so mach', die lacht mich aus." Renate wohnt auch noch daheim auf dem Hof. Sie mag die Natur und die Tiere. Nur Peter, der eigentliche Hoferbe, ist ins Dorf gezogen. Er hat eine Freundin, ein Kind und einen getunten Golf. Berg oder Tal? Heumahd oder Diskothek? Vom Leben zwischen den Welten.

Englischer/Originaltitel: Summer Frost. Autor: August Pflugfelder. Kamera: Magdalena Hutter. Ton: August Pflugfelder. Schnitt: August Pflugfelder. Musik: Sebastian R. Fischer. Produktion: Walker & Worm Film GbR. Produzent: Philipp Worm. Länge: 44 min. Vertrieb: Walker & Worm Film GbR Verleih: Walker & Worm Film München

  • Freitag
    02.05.2008
  • 11:00
  • Filmmuseum
  • OmeU