• Do., 12.05.05
    16.30
    Carl-Amery-Saal, Gasteig

    hebr./arab. OF, engl. UT, dt. eingespr.

A FLOOD IN BAATH COUNTRY (AL TOUFAN)

Frankreich / Syrien 2003 – Regie: Omar Amiralay – Originalfassung: Arabisch – Untertitel: Englisch – Länge: 46 min.

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"Vorwärts, arabische Jugend". Wie filmt man eine Diktatur? Man geht auf die Menschen zu. Die antworten, wie die Partei es befiehlt, die Partei ist zufrieden, der Zuschauer lacht - oder ist erschüttert über die Zustände in einem Land, in dem die Baath-Partei regiert. 1970, vor 34 Jahren, drehte der junge Omar Amiralay seinen ersten Film - eine Hymne auf den neu errichteten Euphrat-Staudamm, damals der ganze Stolz der Regierung. Nun kehrt er zurück an den Drehort am Assad-Stausee und verbringt einige Tage in dem Dorf el-Machi. Ein alter Herr, ein ehemaliger Abgeordneter, schwärmt vom verstorbenen Präsidenten Hafis al-Assad und preist dessen Sohn. Ein Lehrer lässt seine Schüler ein Lied auf arabische Jugend absingen, hält eine metaphernreiche Rede über den Fluss, der wie ein wilder, ungebändigter Schüler sei, der zivilisiert werden müsse. Doch der Staudamm hat schwere Konstruktionsmängel. Nach einem Dammbruch wird das Wasser des Euphrat das Land überfluten. Ein Film über Syrien und die dort seit 40 Jahren uneingeschränkt herrschende Baath-Partei.

Preis: Grand Prix bei der Biennale des Cinémas Arabes, Paris 2004

Bio-Filmographie OMAR AMIRALAY geb. 1944 in Damaskus. 1965 bis 1970 Theater und Film-Ausbildung in Paris. 1970 bis 1980 Dokumentarfilme in Syrien. Seit 1981 Dokumentarfilme für verschiedene französische TV-Sender.

Filme (Auswahl) 1971 Film-Essay über den Euphrat, 1972-74 Al Hayat al yawmiyya fi qaraytin Souriyya, 1978 Al Dajaja, A propos d'une révolution, 1981 Le malheur des uns…, 1989 A l’attention de Madame Le Premier Ministre, Benazir Buttho, 1995 Par un jour de violence ordinaire, mon ami Michel Seurat, 1998 Il y a tant de choses encore à raconter, 2000 L'Homme aux semelles d'or

Englischer/Originaltitel: A Flood In Baath Country. Autor*in: Omar Amiralay. Kamera: Meyar Roumi. Ton: Siwar Darkazanli. Schnitt: Chantal Piquet. Produktion: Xavier Carniaux. Produzent*in: Xavier Carniaux.

THIS IS WHERE MY DOG IS BURIED (PO KAVUR HAKELEV)

Israel 2004 – Regie: Nir Keinan – Originalfassung: Arabisch, Hebräisch – Untertitel: Englisch – Länge: 50 min.

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Chronik einer tödlichen Entscheidung. Israel, an der Grenze zum Libanon. Eine israelische Patrouille gerät bei Tagesanbruch des 4. Juni 1989 in den Hinterhalt eines palästinensischen Trupps, der gerade versucht, auf die israelische Seite zu gelangen. 12 Minuten dauert das Gefecht, in dem alle drei Palästinenser getötet werden. Der israelische Kommandant, Leutnant Nir Keinan, kommt mit einer Handverletzung davon.

Po Kavur Hakelev sind die persönlichen Aufzeichnungen darüber, wie Nir Keinan, Leutnant und Regisseur des Films, zu dem Moment gelangte, an dem er sich entscheiden musste, entweder zu töten oder selbst zu sterben. Immer wieder richtet er sich in seinem Kommentar der Ereignisse an sein Ebenbild der gegnerischen Seite, an Nur, den Kommandanten des palästinensischen Trupps. Eine eindringliche Betrachtung des israelisch-palästinensischen Konflikts aus der Perspektive eines vielfach Involvierten: Zuerst als Siedler der Golanhöhen, der sich weigerte, in den besetzten Gebieten seinen Militärdienst zu leisten, dann als Offizier der israelischen Armee, der seinen Dienst quittieren musste und schließlich als einer, der getötet hat und den die Toten nicht mehr loslassen.

Bio-Filmographie NIR KEINAN, geb. 1968 in Kir'on, Israel. 1997 Übersiedelung in die Niederlande. Arbeiten als Cutter Kunstkritiker und Schriftsteller in Amsterdam und Tel Aviv.

Filme 2004 Po Kavur Hakelev (This is Where My Dog is Buried), 2004 Mock's Block (in Vorbereitung)

Englischer/Originaltitel: This is Where My Dog is Buried. Autor*in: Nir Keinan. Kamera: Eyal Goldberg. Ton: Galit Garin. Schnitt: Itamar Kool, Jan Overweg. Musik: George Sam’aan. Produktion: Nir Keinan / VPRO. Produzent*in: Nellie Kamer, Nir Keinan. Vertrieb: Ruth Diskin Films Ltd.

  • Do., 12.05.05
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