GIRLS TO MOTHERS (DE NIÑA A MADRE)
Nicaragua 2004 – Regie: Florence Jaugey – Originalfassung: Spanisch – Untertitel: Englisch – Länge: 45 min.
Wenn Kinder Kinder kriegen. Im Durchschnitt kommen in Nicaragua jeden Tag 400 Kinder zur Welt, rund 100 der Mütter sind noch minderjährig. Doch was bedeutet es, für jemanden Verantwortung übernehmen zu müssen, wenn man noch nicht einmal für sich selbst sorgen kann? Kenia (14), Blanca (15) und Viviana (16) wussten alle drei nicht, wie ihnen geschah, als sie schwanger wurden. Jetzt sind sie mit der Situation hoffnungslos überfordert.
Während Viviana zumindest auf den Rückhalt ihres Ehemannes (23) zählen kann, hat Blanca diesbezüglich Pech gehabt. Einer kurzen Affäre mit einem jungen Wachmann hat sie ihre Tochter zu verdanken, doch der Vater denkt nicht daran, sich in die Pflicht nehmen zu lassen.
Florence Jaugey begleitet die Mädchen in den letzten Wochen der Schwangerschaft und in der Zeit danach - wenn nichts mehr so ist, wie es vorher war.
Preis: Bester Dokumentarfilm, Belize International Film Festival 2005
Bio-Filmographie FLORENCE JAUGEY, geb. 1959 in Nizza. Studierte Schauspiel an der École Nationale Supérieure des Arts et Tecniques du Théâtre. Arbeitete 10 Jahre lang als Schauspielerin. 1990 gründete sie zusammen mit ihrem Ehemann, dem nicaraguanischen Filmemacher Frank Pineda, die Produktionsfirma Camila Films. Bekam für Cinema Alcázar einen Silbernen Bären auf der Berlinale 1998.
Filme 1997 Cinema Alcázar, 1999 El día que me quieras, 2001 La isla de los niños perdidos (DOK.FEST 2002), 2004 De niña a madre (Girls to Mothers)
Englischer/Originaltitel: Girls to Mothers. Kamera: Frank Pineda. Ton: Armando Moreira. Schnitt: Gerardo Arce. Musik: Engel Ortega. Produktion: Camila Films. Produzent*in: Florence Jaugey.
ZERO O'CLOCK TRAIN (QATAR-E SA'T SEFR)
Iran 2005 – Regie: Babak Shirinsefat – Originalfassung: Persisch – Untertitel: Englisch – Länge: 31 min.
Vergessener Konflikt. Südlich des Kaukasus liegt das Gebiet von Nagornyj-Karabach. Nach dem Fall des Ostblocks wurde es zu einer Enklave Aserbaidschans, mehrheitlich von Armeniern bewohnt. Bald geriet die Gegend zwischen die Fronten. In einer langjährigen, blutigen Auseinandersetzung wurde Berg-Karabach gleichermaßen von den muslimischen Aseris und den christlichen Armeniern beansprucht.
Zehn Jahre nach dem Krieg ist an der Grenze zum Iran noch keine Normalität eingekehrt. Eine Million Aseris leben noch immer als Flüchtlinge in Zelten, Erdlöchern oder abgestellten Eisenbahnwaggons. Ein Appell an die Welt, die sie vergessen hat.
Bio-Filmographie BABAK SHIRINSEFAT, geb. 1970 in Tabriz, Iran. Selbst aus dem iranischen Aserbaidschan stammend hat er sich in seinen Filmen v.a. der Lage des Aserischen Volkes angenommen.
Filme The Image, What is a Short Film, A Poem Like Life, Like An Endless Street, Qatar-E Sa't Sefr (Train of Zero O'clock)
Englischer/Originaltitel: Zero O'Clock Train. Kamera: Massoud Eslami. Ton: Rouhollah Jafar Beiglou. Schnitt: Yashar Alagoz. Produktion: Nasser Shafagh, Babak Shirinsefat. Produzent*in: Nasser Shafagh, Babak Shirinsefat. Vertrieb: Iranian Independents

