COMPLAINTS OF A DUTIFUL DAUGHTER
USA 1994 – Regie: Deborah Hoffmann – Originalfassung: Englisch – Untertitel: Deutsch – Länge: 44 min.
Wenn Eltern zu Kindern werden. Wie kann eine Tochter Zugang zu ihrer Mutter finden, wenn diese nicht einmal mehr weiß, dass sie eine Tochter hat? Deborah Hoffmann dokumentiert den geistigen Verfall ihrer Mutter, die an Alzheimer leidet. Was alle zunächst mit "normaler" Vergesslichkeit abtun, nimmt bald erschreckende Ausmaße an. Die Botschaften auf dem Anrufbeantworter werden zunehmend konfus, die Lücken im Gedächtnis immer eklatanter. Die traditionelle Mutter-Tochter-Beziehung beginnt, sich aufzulösen. Was aber bleibt? Und was entsteht? Ein schmerzlicher und doch humorvoller Film über Familienstrukturen, das Älterwerden, die Bedeutung der Erinnerung und die Beharrlichkeit der Liebe. das Schätzenswerte am Leben.
"Ich hänge sehr an meinen Erinnerungen. Ich hänge an meinen Kindheitserinnerungen, die mir sagen, wer ich bin; aber ich glaube, mir ist klargeworden, dass man auch ohne sie jemand sein kann. Man kann sich auch ohne Vergangenheit definieren." Deborah Hoffmann
Preise: Caligari-Preis und Teddy Award, Berlin 1995; Preis für den besonderen Dokumentarfilm, DOK.FEST München 1995; HeSCA Media Award Silver Plaque, Chicago; Audience Award, San Francisco 1994; Coping Award, International Health and Medical Film Festival; Chris Award for Best Health & Medical Film und Christopher Columbus Award for Most Creative of Festival, Columbus Film and Video Festival; First Prize Media Festival, International Federation of Aging
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Bio-Filmographie DEBORAH HOFFMANN, geb. 1947 in New York. Arbeitet seit vielen Jahren als Film- und Video-Cutterin in San Francisco, darunter für zahlreiche anerkannte Dokumentarfilme. Für den Schnitt von The Times of Harvey Milk erhielt sie einen Emmy. 2000 drehte sie zusammen mit ihrer Lebenspartnerin Frances Reid den vielfach ausgezeichneten Dokumentarfilm Long Night's Journey into Day. Neben ihrem Lehrauftrag an der UC Berkeley Journalism School hält sie u.a. Vorträge über ihre Erfahrungen mit der Alzheimer-Krankheit.
Filme 1994 Complaints of a Dutiful Daughter, 2000 Long Night's Journey into Day
Deutscher Titel: Klagen einer pflichtbewussten Tochter. Autor*in: Deborah Hoffmann. Kamera: Frances Reid. Schnitt: Jennifer Chinlund, Deborah Hoffmann. Musik: Mary Watkins. Produktion: Women Make Movies, Inc.. Produzent*in: Deborah Hoffmann. Vertrieb: Film Transit Inc.. Verleih: Freunde der Deutschen Kinemathek e.V..
NOBODY'S BUSINESS
USA 1996 – Regie: Alan Berliner – Originalfassung: Englisch – Länge: 60 min.
Alan Berliner nimmt es in Nobody's Business mit seinem starrsinnigen Vater auf und lotet mit Ernst, Witz und Pathos die Grenzen des Familienlebens aus. Beharrlich bemüht sich der Regisseur, den alten Mann zum Sprechen zu bewegen. Doch der will nicht verstehen, warum seine Lebensgeschichte interessant sein sollte. "Ich bin ein normaler Mann und habe ein normales Leben geführt. Ich war beim Militär, habe geheiratet und eine Familie ernährt. Ich habe hart gearbeitet und hatte mein eigenes Geschäft. Das war's. Kein Stoff für einen Film."
Also forscht der Sohn für sich selbst, entdeckt Home Movies aus den 50er Jahren, befragt seine Mutter nach den Gründen ihrer Scheidung, durchackert Archive und reist sogar nach Polen, um das Dorf seiner Urgroßeltern zu filmen. »Na und, was soll's« schimpft der Vater, der sich weder für Familiengeschichte noch für die großen Themen des 20. Jahrhunderts, die Emigration der Juden nach Amerika, den Zweiten Weltkrieg und den Holocaust interessiert. Was wie ein ungleicher Kampf aussieht, entpuppt sich als tragikomischer, ironisch gebrochener Schlagabtausch zweier ebenbürtiger Gegner. Oscar bleibt störrisch, Alan gewinnt - denn wie sonst könnte er seine Liebe erklären.
Preise: Fipresci-Preis, Caligari Preis und Preis der Ökumenischen Jury, Berlin 1997; Golden Spire und Golden Gate Award, San Francisco 1997; Grand Prix, Nyon 1997; Gold Apple, National Educational Media Network 1997; Audience Award, Florida Film Festival 1997; Best Documentary, Jerusalem 1997; Emmy Award 1998; Director's Choice Award, Charlotte Film and Video Festival 1998
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Bio-Filmographie ALAN BERLINER, geb. 1956 in New York City. Seit 1973 unabhängiger Filmemacher und Medienkünstler. Neben seiner Tätigkeit als Filmemacher ist Berliner als Cutter tätig. Außerdem hat er zahlreiche Audio- und Video-Installationen geschaffen. 1993 verlieh ihm die International Documentary Association einen Distinguished Achievement Award. Viele weitere Auszeichnungen.
Filme 1975 Patent Pending, 1976-1977 Four Corner Time, 1977 Color Wheel, 1979 Lines of Force, 1980 City Edition, 1981 Myth in the Electric Age, 1983 Natural History, 1985 Everywhere at Once, 1986 The Family Album, 1991 Intimate Stranger, 1996 Nobody’s Business, 2001 The Sweetest SoundKamera: Alan Berliner, Phil Abraham, David W. Leitner. Schnitt: Alan Berliner. Produktion: Cine Matrix. Produzent*in: Alan Berliner. Verleih: Ventura Film.

