OBOR KALANDIA
Palästina 2002 – Regie: Sobhi al Zobaidi – Originalfassung: arabisch – Untertitel: Englisch – Länge: 50 min.
Ein Videotagebuch, aus der Not entstanden. Filmemacher Sobhi al-Zobaidi lebt mit seiner Frau und seiner kleinen Tochter in Ramallah. Er zeigt den Alltag seiner Familie im ersten Jahr der al-Aqsa-Intifada - vor dem Hintergrund der Angriffe des 11. Septembers und unter dem Eindruck der israelischen Übergriffe auf die Palästinensergebiete.
Kalandia ist der Checkpoint, den der Regisseur und seine Frau überqueren müssen, um nach Jerusalem zu gelangen. Mit seiner Kamera dokumentiert er die täglichen Erniedrigungen, die Palästinenser dort erfahren; die Zerstörungen durch die israelische Armee und die Schikanen. Und doch: "Ich habe mehr Interesse an der Macht des Lebens, als an der Macht, Leben zu zerstören." Al-Zobaidi zeigt auch den gegenseitigen Respekt den sich viele Israelis und Araber erweisen. Und die Fähigkeit der Menschen, trotz des ständigen Ausnahmezustandes weiterzuleben.
"Manchmal kann man ein Verlangen der Israelis erkennen, uns zu einem Teil ihrer Vergangenheit zu reduzieren, ähnlich wie es die Amerikaner mit den Indios gemacht haben. Sie möchten uns in ein Museum stellen und vergessen." Sobhi al-Zobaidi
Sobhi al-Zobaidi
Studium an der University of New York. 1998 gründete er in Palästina die Produktionsfirma refugee camp productions. Arbeitet als Filmemacher und konzeptioneller Künstler.
Filme:
1998 My very private map
1999 Ali, his friends and their whishes
2000 Light at the end of the tunnel
2002 Obor Kalandia
Englischer/Originaltitel: Crossing Kalandia. Autor*in: Sobhi al Zobaidi. Kamera: Sobhi al Zobaidi. Ton: n/a. Schnitt: Sobhi al Zobaidi. Musik: n/a. Produktion: reFugee camp productions. Produzent*in: Sobhi al Zobaidi. Vertrieb: Mikado Film.

