Deutscher Dokumentarfilmmusikpreis 2015

Reichen Sie Ihre Originalkompositionen für lange deutschsprachige Dokumentarfilme ein!

gestiftet vom Förder- und Hilfsfonds des Deutschen Komponistenverbandes DKV
gefördert von der Versicherungskammer Kulturstiftung


Ausschreibung

Im Rahmen des 30. Internationalen Dokumentarfilmfestival München wird am 09. Mai 2015 der Deutsche Dokumentarfilmmusikpreis vergeben. Ausgezeichnet wird eine Komposition, die sich auf eine besondere Art und Weise mit der dokumentarischen Filmerzählung verbindet.

Der Preis ist mit 2.500,00 Euro dotiert und wird vom Förderungs- und Hilfsfonds des Deutschen Komponistenverbandes gestiftet. Die Versicherungskammer Kulturstiftung, die sich für zeitgenössische Musik und Kunst engagiert, fördert das Projekt als Partner.

Die Preisverleihung findet am 09. Mai 2015 in Verbindung mit einem Publikumsscreening des Preisträgerfilmes als Programm des Internationalen Dokumentarfilmfestivals München und des DOK.forum in der Hochschule für Fernsehen und Film München statt.

Voraussetzung für BewerberInnen/Teilnahmebedingungen

  • Komposition für die Musik zu einem in Deutschland produzierten Dokumentarfilm
  • Das Datum der Fertigstellung muss nach dem 1. Januar 2014 liegen
  • Mindestlaufzeit: 52 Minuten
  • Mindestens 75% der Musik des Films muss von dem sich für den Preis bewerbenden Komponisten/innen stammen.
  • Der/die Komponist/In ist GEMA-Mitglied


Bitte schicken Sie uns

  • Jeweils fünf technisch einwandfreie und lesbar beschriftete DVDs (ohne Papierlabels, direkt bedruckt oder handbeschriftet) und CDs von der Musik des Films sowie
  • eine ausgedruckte Bio- und Filmographie des/der Komponisten/in.

            DOK.fest München
            Dokumentarfilmmusikpreis
            Dachauer Straße 114
            80636 München 

 

Preisverleihung

Der Preis wird im Rahmen eines Publikumsscreening des DOK.fest 2015 übergeben. Ein für das Screening geeignete Medium wird dem Münchner Dokumentarfilmfestival e.V. kostenfrei zur Verfügung gestellt, die Rechte zur öffentlichen Vorführung sind Voraussetzung für die Teilnahme am Wettbewerb.

Einreichfrist

Alle Unterlagen zur Einreichung müssen bis zum 15. März 2015 (es gilt das Datum des Poststempels) eingereicht werden. Falls Rückversand der Sichtungsmedien erwünscht ist, bitten wir um Einreichung mit rückfrankierten und adressierten Versandtaschen.

Jury 2015

Die Jury für die Einreichungen zum Deutschen Dokumentarfilmmusikpreis 2015 setzt sich wie folgt zusammen:

 

Prof. Gerd Baumann
Lehrstuhl Komposition Film und Medien an der Hochschule für Musik und Theater München
Florian Ganslmeier
Geschäftsführer des Münchner Kammerorchesters (MKO), München
 
Elke Falkenberg
BR Filmtonart, München
Ulrike Haage
Freie Komponistin und Preisträgerin des
Dokumentarfilmmusikpreises 2014, Berlin
 
David Spaeth
Regisseur und Autor (LA BRASS BANDA, 2014)
 


Sonstiges

Die Ausschreibung, Auswahl und Prämierung des Deutschen Dokumentarfilmpreises erfolgt durch das Internationale Dokumentarfilmfestival München e.V. in enger Kooperation mit dem Deutschen Komponistenverband (DKV) bzw. der Deutschen Filmkomponistenunion (DEFKOM). Einreichungen, die unvollständig sind oder die genannten Kriterien nicht erfüllen, gelten als abgelehnt und werden nicht gesichtet. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

            

 

 

Rückblick 2014

Preisträgerin des Dokumentarfilmmusikpreises 2014:
Ulrike Haage für die Filmmusik zu MERET OPPENHEIM – EINE SURREALISTIN AUF EIGENEN WEGEN

Jurybegründung:
„Das akustische Spiegelbild zum Film schuf hierzu die renommierte Pianistin, Klangkünstlerin, Komponistin und Hörspielautorin Ulrike Haag, die bemerkenswerterweise selbst, aufgrund ihres eigenen, vielseitigen Schaffens wiederum gewisse Parallelen zur Portraitierten aufweist. Ursprünglich vom Jazz kommend, ist sie in der deutschen Theater- und Hörspielszene und durch ihre Aktivitäten an der Schnittstelle von Pop, Kunst und Avantgarde eine feste Größe. Ähnlich dem Motto Oppenheims „Freiheit wird einem nicht gegeben, man muss sie nehmen“ verzichtet sie im Film auf eine opulente Orchestrierung und verleiht stattdessen auf sparsame und reduzierte Weise den verschiedenen Lebensphasen der Protagonistin ihren musikalischen Ausdruck.“

Jury:

Rainer Fabich (Komponist München), Christoph Rinnert (Komponist Berlin), Sebastian Fischer (Komponist München, Preisträger 2013), Ingo Fliess (Produzent München), Sebastian Sorg (DOK.forum München)

 


Rückblick 2013

Preisträger des Dokumentarfilmmusikpreises 2013:
Sebastian Fischer für die Musik zu dem Film SCHNEE von August Pflugfelder.

Jurybegründung:

Der Film SCHNEE von August Pflugfelder schildert in entlarvenden, aber zugleich ausgesprochen schönen Bildern die Ambivalenz zwischen den ökonomischen Gegebenheiten und ihren zerstörerischen Auswirkungen auf die Natur in den Tiroler Gletscherskigebieten.

Sebastian Fischers filigrane, reduzierte Musik entwickelt einen magischen, beinah meditativen Sog, und verleiht dem Film neue zusätzliche Dimensionen und Perspektiven.

Neben dem Verzicht auf gewöhnliche Melodik vereint die Musik Glasklänge und Elemente alpiner Musik mit kompositorischen Merkmalen, die ursprünglich aus dem Reservoir der musikalischen Avantgarde des 20. Jahrhunderts, jenem der elektroakustischen Musik stammen: wie z.B. Clusterklänge, Maschinengeräusche, Loops und musikalische Verfremdungen. 

Im Zusammenklang mit einer raffinierten Tongestaltung, die immer wieder auf Realgeräusche verzichtet, kontrapunktiert sie in konsequenter und zugleich faszinierender Weise die „heile“ musikalische Welt des Skizirkus und die Musiken im Bild, die sogenannten Source-Musiken. Ohne direkt Partei ergreifen zu wollen, schafft sie Raum für eigene, persönliche Interpretationsmöglichkeiten des Zuschauers.

Sebastian Fischer studierte an der Hochschule für Musik und Theater in München und in Berklee/ USA und arbeitet seit 2007 als freischaffender Komponist.

 

Projektleitung DOK.forum
Sebastian Sorg
sorg@dokfest-muenchen.de