Das war das 33. DOK.fest München

Insgesamt 45.000 Zuschauer.innen besuchten das Festival, trotz des fast durchgängig sommerlich-schönen Wetters. Festivalleiter Daniel Sponsel zieht Bilanz:
"Das Kino hat es als Spielstätte zunehmend schwer, auch gegen die Konkurrenz der Streaming-Angebote. Aber der große Zuspruch für unser Festival belegt, dass die Zuschauerinnen und Zuschauer Dokumentarfilme nach wie vor im Kino sehen wollen – und dass man sie nur erreichen muss. Das gelingt bei Festivals wie dem DOK.fest besser als in der regulären Kinoauswertung. Festivals müssten deshalb besser ausgestattet und zu einem regulären Glied der Auswertungskette werden. Davon würde die ganze Branche profitieren."

Das Publikum sah beim DOK.fest 154 Filme aus 50 Ländern, mehr als zwei Drittel davon in Welt- oder Deutschlandpremieren. Mehr als die Hälfte der Filme stellten die Regisseur.innen persönlich vor. Ein besonderes Highlight war die Reihe GANZ GROSSES KINO: Neun Filme feierten im glanzvollen Rahmen des Deutschen Theaters Premiere. 


Bei der Eröffnungsfeier im Deutschen Theater © DOK.fest München 

Auch die Branchenplattform DOK.forum war ein Erfolg: 160 Filmschaffende besuchten den Marktplatz, bei dem viele neue Projekte auf den Weg gebracht wurden. Genauso viele Gäste verfolgten bei der Konferenz GANZ GROSSES KINO? anregende Diskussionen über die Zukunft des Dokumentarfilms. Auch die neue Veranstaltung "Beyond the Images – Kameratag presented by ARRI" wurde sehr gut angenommen. "Wir danken den jeweiligen Partnern dieser Veranstaltungen", sagt Daniel Sponsel. "Sie tragen dazu bei, dass das DOK.fest auch innerhalb der internationalen Branche von Jahr zu Jahr wichtiger wird."


Bei der Konferenz GANZ GROSSES KINO? © DOK.fest München 


DOK.education erreichte dieses Jahr über 2.300 Schüler.innen und Lehrkräfte. 71 Schulen aus München und Umgebung haben an den Workshops der Dokumentarfilmschule teilgenommen. Unter anderem zeigte die Regisseurin Susan Koenen ihren Film AHMADS HAARE, der auf Kinderfilm-Festivals zahlreiche Preise gewann. Beim "Filmwettbewerb für junge Menschen" haben drei geflüchtete Jugendliche gewonnen. Ihr Film zeigt, wie es sich anfühlt, in Deutschland eine Heimat finden zu wollen. Ein weiteres Highlight war die Premiere von #FAUST_UNDEAD im ausverkauften Carl-Amery-Saal. Der Film ist durch eine Kooperation mit der Villa Stuck, dem Kreisjugendring, dem Medienzentrum und der Münchner Stadtbibliothek entstanden.