DOK.guest Mexiko

Filmstill aus EL CHARRO DE TOLUQUILLA (Regie: José Villalobos Romero)
Filmstill aus EL CHARRO DE TOLUQUILLA (Regie: José Villalobos Romero)

Drogenbosse und Korruption, Gewalt und Machismo, Folklore und Tortillas – Mexiko gerät oft ins Abseits der Klischees. Die Reihe DOK.guest lädt dieses Jahr RegisseurInnen aus dem großen Filmland ein, ihre Heimat aus dem eigenen Blickwinkel zu zeigen. Die fünf Filme stellen einen Abriss aktuellen Dokumentarfilmschaffens dar: formal einfallsreich und fein, zuweilen verstörend oder komisch, thematisch so divers wie die mexikanische Gesellschaft. Während Everardo Gonzalez in EL PASO vom kartellunterwanderten Unrechtsstaat erzählt, in dem Pressefreiheit und Strafgerechtigkeit unerreichbare Ziele sind, werfen Filme wie EL CHARRO DE TOLUQUILLA oder BAÑO DE VIDA unvoreingenommene Blicke auf ganz persönliche Lebensentwürfe. Das Fotografenporträt EL HOMBRE QUE VIÓ DEMASIADO konfrontiert uns mit der Zerbrechlichkeit unseres Seins und zwei Langstreckenläufer aus dem nordmexikanischen Volk der Tarahumara lassen uns in PIES LIGEROS an ihren Geschichten zwischen internationaler Sportkarriere und der Verbundenheit mit ihren Traditionen teilhaben.

 

EL CHARRO DE TOLUQUILLA, MX 2016, José Villalobos Romero, 90 Min.

BAÑO DE VIDA, MX 2016, Dalia Reyes, 67 Min.

PIES LIGEROS, MX 2016, Juan Carlos Núñez Chacarría, 67 Min.

EL HOMBRE QUE VIÓ DEMASIADO, MX 2015, Trisha Ziff, 88 Min.

EL PASO, MX 2016, Everardo González, 77 Min.