HASHTI TEHRAN

Iran 2016 – Regie: Daniel Kötter – Originalfassung: Persisch – Untertitel: Englisch

Als „Hashti“ bezeichnet man im Iran den Vorraum eines Hauses, von dem unterschiedliche private und halb-öffentliche Wohnbereiche abgehen. Im klar strukturierten und fotografierten Dokumentarfilm HASHTI TEHRAN zeigt Daniel Kötter die Topografien und Transformationen der Hauptstadt als Zeichen, die verschiedene soziale Aspekte Irans repräsentieren. Der Norden dient aufgrund der sauberen Luft des Gebirges als Naherholungsgebiet der oberen Mittelschicht. Im Westen ziehen die Hochhäuser um den künstlichen See Chitgar modern eingestellte Bewohner an, während im Osten der Stadt Ahmadinedschads soziale Wohnungsbauprojekte für Unmut sorgen. In Nafar Abad im Süden widersetzt man sich dem Abriss und schafft öffentliche Gegenorte. Spannend! Silvia Bauer

Autor: Daniel Kötter. Kamera: Daniel Kötter. Ton: Hedieh Ahmadi, Marcin Lenarczyk. Schnitt: Daniel Kötter. Produktion: KAAF. Produzent: Sadra Keyhani. Länge: 59 min.

Daniel Kötter – Bergisch Gladbach/Deutschland, 1975

Daniel Kötter ist Künstler, Filmemacher und Musiktheater-Regisseur. Seine Arbeiten bewegen sich in multiplen medialen und institutionellen Kontexten und verbinden dabei strukturalistische mit performativen und dokumentarischen Elementen. Seit 2012 war er auf Einladung von Sazmanab und der Raf Art Galerie mehrfach zu Recherchen in Teheran.

 

Filmografie:

GHOST DESCENDING A STAIRCASE (Experimentalfilm), DE 2017, 24 Min.
INGOLFS OPER (Dokumentarfilm), DE 2016, 60 Min.
STATE-THEATER #2 TEHRAN, DE 2011, 25 MIN.

#für CineastInnen #Nahost / Arabischer Raum #Wirtschaft, Umwelt, Stadtentwicklung