INTO THE ABYSS

Deutschland, Großbritannien, USA 2011 – Regie: Werner Herzog – Originalfassung: englisch

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Todestraktseelsorger Lopez bremst auch für Eichhörnchen. Er weiß, dass jedes Leben wertvoll ist. Ob das der Mutter, die beim Plätzchenbacken von zwei durchgeknallten Jugendlichen im Rahmen eines spontanen Raubzuges erschossen wird, oder das des mutmaßlichen Täters, den der Staat Texas nach 10 Jahren Haft pünktlich totspritzen lassen will. Warum Gott die Todesstrafe zulässt, Lopez weiß es auch nicht, er kann darüber nur weinen. Einfache, klare Fragen stellt Herzog Tätern, Angehörigen und Staatsorganen, und er bekommt Antworten, die ein deutlicheres Bild geben als die herumirrende Kamera der Polizeivideos. Seine Rekonstruktion der Tragödie von irrsinniger Bluttat und staatlicher Blutrache schickt uns in ein kathartisches Wechselbad zwischen Mitgefühl und Antipathie, zwischen Grauen und Rührung. Eine (genau richtig lange) Geschichte über das Töten. Und auch über Liebe, Verlust und Verrat. Marcus Morlinghaus

Im Anschluss an die Filmvorführung wird Wenzel Michalski, Deutschland-Direktor von Human Rights Watch zur Diskussion zur Verfügung stehen.

Autor: Werner Herzog. Kamera: Peter Zeitlinger. Ton: Eric Spitzer. Schnitt: Joe Bini. Musik: Mark Degli Antoni. Produktion: Creative Differences, Skellig Rock. Produzent: Erik Nelson. Länge: 106 min. Vertrieb: ZDF Enterprises

Regie WERNER HERZOG - München 1942. Er wuchs in einem Bergdorf in Bayern auf und studierte Geschichte und Germanistik in München und Pittsburgh. Seinen ersten Film drehte er 1961 im Alter von 19 Jahren. Seitdem war er Autor, Produzent und Regisseur von über 60 Spiel- und Dokumentarfilmen. Außerdem hat er zahlreiche Bücher publiziert und Opern realisiert. Werner Herzog lebt in München und Los Angeles.