MORIR EN MADRID

Frankreich, Spanien 1963 – Regie: Frédéric Rossif – Originalfassung: Englisch, Französisch, Spanisch – Untertitel: Englisch

Ein faschistischer Militärputsch, der beinahe scheitert. Ein dreijähriger Bürgerkrieg, der zum Kristalisationsort ideologischer Kämpfe wird und die darauffolgende Diktatur. Als MORIR EN MADRID im Jahr 1963 erscheint, wird der Film als umfassende Chronik des Bürgerkriegs und offene Anklage eines Terrorregimes international gefeiert. Ohne einen Coup des Regisseurs Frédéric Rossif wäre der Film allerdings nie entstanden. Mit dem Versprechen, einen Werbefilm über den Franquismus zu drehen, erlangte Rossif Zugang zu nie veröffentlichten Archivaufnahmen. Die dort dokumentierten Verbrechen demaskierten das Regime vor der Weltöffentlichkeit und machten den Film zu einem der wichtigsten Dokumente über den spanischen Bürgerkrieg und seiner Folgen. Pablo Bücheler

 

Produktion: Ancinex. Produzent.in: Nicole Stéphane. Länge: 85 min.

Keine Jugendfreigabe

 

Frédéric Rossif 

Frédéric Rossif (1922-1990) war ein preisgekrönter französischer Regisseur, Drehbuchautor, Fotograf und Dokumentarfilmer. 1966 wurde er für MORIR EN MADRID in der Kategorie Bester Dokumentarfilm für einen Oscar nominiert.

Filmografie

PORTRAIT: ORSON WELLES, FR 1968, 41 Min. 
AS FAR AS LOVE CAN GO, FR 1971, 90 Min.

 

Retrospektive: Franquismus in Spanien

Die Filme der Retrospektive sind Zeugnisse eines Traumas, das prägender Teil der spanischen Identität geworden ist: die langen Jahre der Diktatur unter Francisco Franco. Wir erleben, wie sehr die unbewältigte Geschichte die demokratische Gegenwart in Spanien bis heute belastet.


Dieses Projekt wurde durch die Unterstützung von Acción Cultural Española (AC/E) ermöglicht.

 

 

#Wahre Verbrechen #Sol Y Sombra #Realität in Schwarz-Weiß #Der Blick zurück: Vergangenheit bewältigen

Retrospektive 2022
  • Donnerstag
    05.05.2022
    19:00
    Instituto Cervantes
    OmeU
  • Mittwoch
    11.05.2022
    18:00
    Filmmuseum
    OmeU