NULLA SI SA, TUTTO S'IMMAGINA - SECONDO FELLINI

Deutschland 2002 – Regie: Susan Gluth – Originalfassung: italienisch – Untertitel: englisch

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Augen, Blicke. Eine assoziative Bilderreise durch Italien. Eine Annäherung an das Land, seine Menschen und Orte. Eine Kassiererin in einer Bar in Neapel, deren Wunsch, Sängerin zu werden, nicht in Erfüllung ging. Ein Friseur, dem das Leben wenig Freude macht. Ein Mann, der einen Stall für seine Pferde baut, liebt das Leben umso mehr. Die Betreiberin eines Kinderkarussells in Rimini erzählt von ihrer großen Liebe. Eine katholische Prozession...

Ein Filmessay, begleitet von Gedanken Federico Fellinis, dem italienischen Meister des tragikomischen Kinos. Momente der Begegnung, bestimmt von sehr persönlichen Erinnerungen und Impressionen.

Einen Film dreht man, ohne genau zu wissen, worum es sich handelt. (...) Ich verabscheue diese Krankheit unserer Zeit, das Bedürfnis nach Ideologie, die Sucht nach falscher Klarheit, alles wird vor das Tribunal der Ratio gestellt, die analysiert, diagnostiziert und eine Behandlung verordnet gegen das Unbegreifliche, das Unbewusste, unsere Dunkelzone, die genährt vom Verwirrten, Unerwarteten, Wandelbaren uns Unbehagen und Angst einflösst. Doch diese Komponente ist außerordentlich kostbar, warum will man sie beseitigen, sich selbst verstümmeln?

Federico Fellini

Englischer/Originaltitel: Nothing is certain, everything is in the imagination - according to Fellini. Autor: Susan Gluth. Kamera: Luigi Falorni, Susan Gluth. Ton: Nicole Fischer, Kristofer Harris, Christof Lemman. Schnitt: Nicole Fischer, Susan Gluth. Musik: Andreas Weidinger. Produktion: Hochschule für Fernsehen und Film München. Produzent: Susan Gluth. Länge: 56 min.

Susan Gluth

1968 geboren. 1988 Abitur in Schleswig-Holstein, danach Aufenthalt in Italien. Arbeitet in Hamburg und Paris in Film und Photostudios. 1992 Redaktionspraktikum bei Spiegel-TV. Seit 1994 freiberufliche EB-Assistentin und EB-Kamerafrau. Ab 1995 Studium an der HFF München.

Filme:

1995 Ein Plädoyer für den Zirkus

1996 Everyday Life

1998 Eric und seine Kinder

1999 L'amour chez TATI

1999 Thomas Plenert, Portrait eines Kameramanns

2000 In Honnecker-Kisten haben wir lang' genug gesessen

- Begegnungen in Mecklenburg-Vorpommern zehn Jahre nach der Wende

2002 Nulla si sá, tutto s'immagina

Wettbewerb (2002-2009) 2003
FILMMUSEUM Di 6.5. 22.30
RIO Mi 7.5. 22.30