BERNSTEINLAND - EIN TODESMARSCH IN OSTPREUßEN

Deutschland 2008 – Regie: Julia Bourgett – Originalfassung: russisch, deutsch – Untertitel: englisch, deutsch

Die schier unmögliche Steigerung des Schreckens. Todesmarsch, Eis, Blut, lebenslanges Trauma. Selbst wer Konzentrationslager und Zwangsarbeit irgendwie überlebt hatte, durfte nicht entkommen. Denn die Rote Armee war nahe, sie hätte die Elendsgestalten vielleicht befreien können. Aus den ostpreußischen Lagern von Stutthof bei Danzig trieben SS und die Lagerwachen im Januar 1945 noch über 7.000 Gefangene, meist junge jüdische Frauen aus Osteuropa, an die Bernsteinküste, hinaus auf das zugefrorene Meer. Fast alle wurden ermordet, nur wenige überlebten durch Zufall oder konnten fliehen. Maria Blitz ist eine von ihnen - vielleicht ist sie mit ihren 90 Jahren die Letzte, die heute noch am Leben ist. Ihre Erinnerungen und die Berichte weiterer Augenzeugen verwebt Julia Bourgett in ihrem HFF-Abschlussfilm zu einem bewegenden Dokument der fast vergessenen Tragödie von Palmnicken/Jantarny. Die eindrucksvollen Impressionen von Meer, Landschaft und Leben der heutigen Bewohner des Kaliningrader Gebiets treffen auf das Grauen der Geschichte.

Nominiert für den Förderpreis Dokumentarfilm des FilmFernsehFonds Bayern

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Englischer/Originaltitel: Amberland - A Death March in East Prussia. Autor: Julia Bourgett. Kamera: Anne Bürger, Wolfgang Groh, Ilko Klyszcz. Ton: Emmanuel Suys. Schnitt: Lodur Tettenborn. Produktion: Sphinx Media GbR. Produzent: Philipp Wundt. Länge: 93 min.

Regie JULIA BOURGETT, geb. 1975 in Wiesbaden. Studium an der HFF München, Abteilung Dokumentarfilm und Fernsehpublizistik, sowie Autorin, Producerin und Cuttterin von Fernseh-Features und Dokumentationen. Bernsteinland ist ihr Abschlussfilm an der HFF.

 

 

Filme (Auswahl) 2001 Ubunto - Life in a South African Township, 2001 Soldat und Tschetschene, 2008 Bernsteinland - Ein Todesmarsch in Ostpreußen