WHITE CUBE

Belgien, Congo (Democratic Republic), Niederlande 2020 – Regie: Renzo Martens – Originalfassung: Englisch, Französisch – Untertitel: Englisch

Von der Kunstperformance zur Lebensperspektive. In den ehemaligen Palmöl- und Kakaoplantagen von Unilever im Kongo, wo heute die Arbeit stillsteht, bleiben auch die Arbeiter.innen sich selbst überlassen. Renzo Martens macht sie zu seinem Projekt und motiviert sie, sich zu einem Künstlerkollektiv zusammenzuschließen. Das gemeinsame Ziel: sich selbst zu ermächtigen. Am Ende steht ein sogenannter „White Cube“ auf der Plantage und die ehemaligen Arbeiter.innen erzielen mit Schokoladenskulpturen auf dem internationalen Kunstmarkt hohe Erlöse. Renzo Martens führt die Logik der Kunstwelt ad absurdum, dekonstruiert ihren Gestus der Erhabenheit und macht dabei schmerzlich spürbar, wie sehr die Kunst von der Wirtschaft durchtränkt ist. Adele Kohout

Wir präsentieren die Deutschlandpremiere des Films.

Keine Jugendfreigabe

Produktion: Pieter van Huystee Film. Produzent.in: Pieter van Huystee. Länge: 79 min.

 

Renzo Martens

Renzo Martens studierte Politikwissenschaft und Bildende Kunst. Seine Filme EPISODE I und EPISODE III: ENJOY POVERTY brachten ihm weltweite Anerkennung und wurden in zahlreichen Museen wie dem Centre Pompidou und der Tate Modern sowie auf Biennalen gezeigt. 2012 gründete Martens das „Institute for Human Activities“ (IHA) mit dem „Reversed Gentrification Program. Seit 2014 arbeitet das IHA mit dem „Cercle d’Art des Travailleurs de Plantation Congolaise“ (CATPC) zusammen, einer Kooperative von Plantagenarbeiter.innen auf einer ehemaligen Unilever-Plantage in Lusanga, Demokratische Republik Kongo.


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