CLAUDE LANZMANN: SPECTRES OF THE SHOAH

Kanada, Großbritannien 2015 – Regie: Adam Benzine – Originalfassung: französisch, englisch, deutsch – Untertitel: englisch

  • CLAUDE LANZMANN SPECTRES OF THE SHOAH
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„You want me to talk about SHOA? It’s a masterpiece! What makes it a masterpiece? Well, Claude Lanzmann!“ (Marcel Ophüls) Als der Pariser Intellektuelle Claude Lanzmann 1973 mit der Arbeit an SHOAH begann, ahnte er nicht, wie sehr ihn die Beschäftigung mit den Verbrechen der Nationalsozialisten und deren traumatischen Folgen für die überlebenden Opfer auch persönlich fordern, wie lange sie tatsächlich dauern würde. Erst 1985, nach zwölfjähriger Dreh- und Schnittarbeit, stellte er SHOAH schließlich fertig – der neunstündige Film gilt heute als das wohl wichtigste Werk bei dem Versuch der filmischen Aufarbeitung der nationalsozialistischen Verbrechen an den europäischen Juden. In SPECTRES OF THE SHOAH spricht Lanzmann über seine Arbeit an dem Film, der ihn weltberühmt machte, über sein Leben und seine Freundschaft mit Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir. Entstanden ist das Porträt eines großen Chronisten, der 2018 in Paris im Alter von 92 Jahren gestorben ist. Monika Haas

Kamera: Alex Ordanis. Schnitt: Tiffany Beaudin. Musik: Joel Goodman. Produktion: Jet Black Iris America. Produzent: Adam Benzine, Kimberley Warner. Länge: 58 min. Vertrieb: Cinephil

Adam Benzine – London/Großbritannien, 1982

Adam Benzine studierte Journalismus an der City University London und arbeitet als Journalist, Herausgeber und Redakteur für verschiedene Print- und Online-Magazine. Seit 2011 lebt er in Kanada. Sein Regiedebüt CLAUDE LANZMANN: SPECTRES OF THE SHOAH war 2016 für einen Oscar in der Kategorie Bester Dokumentar-Kurzfilm nominiert.

 

Filmografie:

CLAUDE LANZMANN: SPRECTRES OF THE SHOA, GB/CA/DE/USA 2015, 58 Min.

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