KABUL, CITY IN THE WIND

Afghanistan, Deutschland, Japan, Niederlande 2018 – Regie: Aboozar Amini – Originalfassung: Farsi – Untertitel: Englisch

Afshin ist, so erklärt es ihm sein Vater, jetzt der Mann im Haus. Der Vater, ein Ex-Soldat, muss das Land aus Sicherheitsgründen verlassen. Seine Kaserne wurde zum Ziel der Taliban; kaum einer überlebte den Anschlag. Der Teenager Afshin trägt nun die Verantwortung für das immer wieder undichte Hausdach, er muss die Einkäufe erledigen und den vertrockneten Baum wässern. Auf seinen kleinen Bruder Benjamin soll er auch Acht geben. Über all dem hängt tief und malerisch der staubige Himmel Kabuls. Selbstmordanschläge sind Alltag. Abas, der Busfahrer, ringt mit seiner Schuldenlast und flieht in den Drogenrausch. In seinem Debütfilm komponiert Aboozar Amini sensibel beobachtete Situationen und ebenso ästhetische wie schmerzhafte Impressionen aus dem afghanischen Alltag zu einer filmischen Sinfonie. Silvia Bauer

Wir präsentieren beim DOK.fest München die Deutschland-Premiere des Films.

Englischer/Originaltitel: KABUL, CITY IN THE WIND. Kamera: Aboozar Amini. Ton: Jeroen Goeijers. Schnitt: Barbara Hin. Produktion: Silk Road Film Salon. Produzent: Jia Zhao. Länge: 88 min. Vertrieb: REDIANCE

Aboozar Amini – Bamiyan / Afghanistan, 1985

In Afghanistan geboren, migrierte Aboozar Amini als Kind mit seinen Eltern in die Niederlande. Kunststudium an der Gerrit Rietveld Akademie in Amsterdam (B.A.) mit dem Schwerpunkt Konzeptkunst, Audio-Visual und Mixed Media. Von 2012-2015 studierte er an der renommierten London Film School (M.A.). Zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen.

 

Filmografie:

WHERE IS KURDISTAN?, NL 2016, 23 Min.
ANGELUS NOVUS, NL 2015, 25 Min.
KABULTEHRANKABUL, NL 2010

#Coming of Age