AL GAMI'YA

Griechenland 2018 – Regie: Reem Saleh – Originalfassung: arabisch – Untertitel: englisch

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Sie seien „wie eine große Familie“, meint Um Ghareeb, wenn sie die „al Gami’yas“ beschreibt. Die Bewohner des armen Kairoer Viertels Rod El Farag greifen sich gegenseitig unter die Arme. Alle zwei Wochen wird ein kleinerer Geldbetrag für die Genossenschaft eingesammelt, der dann für größere Ausgaben wie Hochzeiten oder wichtige Anschaffungen wieder ausgeschüttet wird. Die Gemeinschaft entscheidet, wer Unterstützung erhält. Reem Saleh hat das Viertel, in dem ihre Mutter aufgewachsen ist, über sechs Jahre immer wieder besucht. Familien streiten um Gräber, Kranke werden gepflegt, sterben. Die junge Nagwa trennt sich von ihrem Ehemann, heiratet ihn erneut, wird schwanger, drängt abermals auf Scheidung. Verwirrende Einblicke in den ägyptischen Alltag, die auch Gender-Klischees in Frage stellen. Silvia Bauer

Produktion: Graal Films. Produzent: Konstantina Stavrianou. Länge: 79 min.

 

Reem Saleh – Libanon, 1979

Die Tochter eines libanesischen Vaters und einer ägyptischen Mutter, die in Rod El Farag aufgewachsen ist, hat an der Libanesisch-Amerikanischen Universität in Beirut Film- und Medienwissenschaften und Psychologie studiert. Zunächst war sie als Schauspielerin tätig. Seit 2006 lebt und arbeitet sie in Doha, Katar.

 

Filmografie:

THE NAKED EYE (Kurzfilm), LBN 2002

#Naher und mittlerer Osten #Systemkritik und neue Visionen