Deutscher Dokumentarfilm-Musikpreis 2019 an Jana Irmert für STRESS

Gestiftet von der Versicherungskammer Kulturstiftung, gefördert vom Förder- und Hilfsfonds des Deutschen Komponistenverbandes

Jana Irmert (Preisträgerin Deutscher Dokumenarfilm-Musikpreis 2019), Christina Wolf (Moderatorin)

Den Deutschen Dokumentarfilm-Musikpreis erhält in diesem Jahr Jana Irmert für ihre Komposition zu Florian Barons Film STRESS. Zum Deutschen Kompositions-Förderpreis 2019

Die Jurybegründung:

Die besondere Weise, in der Jana Irmert Komposition und Film verbindet, spiegelt nicht nur die zerstörerische Spannung und den permanenten psychischen Alarmzustand der Protagonisten als schwer traumatisierte junge Kriegsveteranen wider, sondern schafft für den inhaltlich prägenden Klang deren gesprochener Worte wichtigen Platz und lässt damit beim Publikum einen Echoraum für Gedanken und Gefühle entstehen. In ihrem Soundtrack zu STRESS löst die Komponistin in virtuoser und gleichzeitig selbstverständlicher Art und Weise die Grenzen von Sounddesign und Musikkomposition auf und schafft so einen Klangkosmos, der durch kompromisslose Reduktion im Nachhall schonungslose Klarheit und brutale Erkenntnis erzeugt.

Zur Jury

Ein Preis für den Score der Wirklichkeit (5.000 Euro)

Der Deutsche Dokumentarfilm-Musikpreis würdigt jährlich eine Komposition, die sich auf herausragende Art und Weise mit der dokumentarischen Filmerzählung verbindet. Er versteht sich als Plattform für die Arbeit der KomponistInnen und den Wert der Musik als erzählerische Ebene im Dokumentarfilm.

Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert. Ausgezeichnet wird das Team aus FilmemacherIn und KomponistIn. Der Deutsche Dokumentarfilmmusikpreis wird von der Versicherungskammer Kulturstiftung gestiftet und vom Förder- und Hilfsfonds des Deutschen Komponistenverbandes DKV unterstützt.

Teilnahmebedingungen

Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein:

  • Die Komposition ist Teil eines Dokumentarfilms (Produktionsland DE, AT oder CH)
  • Das Datum der Fertigstellung des Films liegt nach dem 1. Januar 2018.
  • Die Laufzeit des Films (nicht des Scores) beträgt min. 52 Minuten.
  • Min. 75% der Musik stammt von der/m sich bewerbenden KomponistIn
  • Der/die Komponist/in ist GEMA-Mitglied bzw. Mitglied der AKM oder SUISA.
  • Eine Kino-Kopie des Films liegt vor.
  • Bitte bestätigen Sie uns offiziell, dass der eingereichte Film im Fall einer Prämierung am Abend der Preisverleihung kostenlos und zusätzlich im Rahmen der Best Doks öffentlich vorgeführt werden kann.

Kontakt

Bei Fragen zur Bewerbung wenden Sie sich bitte an:

Macarena Velasco, velasco@dokfest-muenchen.de
DOK.fest München, Dachauer Straße 114, 80636
+49 (0)89 51519786

 

 

 

Rückblick: Deutscher Dokumentarfilm-Musikpreis 2018

Damian Scholl und Ulrich Reuter erhielten für ihre Arbeit an Andres Veiels Film BEUYS den Deutschen Dokumentarfilmmusikpreis.

„Die vielschichtige Musik der beiden Komponisten Ulrich Reuter und Damian Scholl ergänzt nicht nur kongenial den filmischen Blick von Andres Veiel auf Joseph Beuys, sondern interpretiert dessen künstlerische Arbeit auf eigene Weise“, schreibt die Jury in ihrer Begründung. „Die zum Teil rein analogen, beinahe klassisch angelegten Miniaturen, im Zusammenspiel mit den elektronischen Passagen, verweigern sich bewusst einem eindeutigen Zugriff und brechen die Perspektiven auf den Film und auf die Kunst Beuys immer wieder neu­gierig auf.“

In der Jury saßen Vorjahressieger Elias Gottstein (Musiker und Komponist), Christine Aufderhaar (Komponistin), Matthias Keller (Komponist, Musik-Redakteur, Autor) und Karina Ressler (Filmeditorin, Professorin für Montage an der HFF München).

Der Preis wird im Rahmen des 33. DOK.fest München feierlich vergeben.

Preisverleihung Deutscher Dokumentarfilm-Musikpreis
Sa, 06. Mai 2018, 11.00 Uhr
HFF Audimax


        

Rückblick

6. Deutscher Dokumentarfilm-Musikpreis 2018

BEUYS

Regie: Andres Veiel
Komposition: Damian Scholl und Ulrich Reuter

 

 

5. Deutscher Dokumentarfilm-Musikpreis 2017

6 JAHRE, 7 MONATE UND 16 TAGE – DIE MORDE DES NSU

Regie: Sobo Swobodnik
Komposition: Elias Gottstein

4. Deutscher Dokumentarfilm-Musikpreis 2016

DREAMS REWIRED

Regie: M. Luksch, M. Reinhart und T. Tode
Komposition: Siegfried Friedrich

 

3. Deutscher Dokumentarfilm-Musikpreis 2015

ABOVE AND BELOW

Regie: Nicolas Steiner
Komposition: Jan Miserre und John Gürtler, Paradox Paradise

2. Deutscher Dokumentarfilm-Musikpreis 2014

MERET OPPENHEIM EINE SURREALISTIN AUF EIGENEN WEGEN

Regie: Daniela Schmidt-Langels
Komposition: Ulrike Haage

1. Deutscher Dokumentarfilm-Musikpreis 2013

SCHNEE

Regie: August Pflugfelder
Komposition: Sebastian Fischer